Es wird wieder Masken geben

VN / 01.02.2020 • 10:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Coronavirus sorgt in China für viel Angst und noch mehr Verzweiflung. <span class="copyright">Reuters</span>
Das Coronavirus sorgt in China für viel Angst und noch mehr Verzweiflung. Reuters

Die Lieferungen sollen bis Mitte kommender Woche erfolgen.

Bregenz Alle stehen sie in Bereitschaft: die Landessanitätsdirektion, die Landeswarnzentrale, das Rote Kreuz, das Infektionsteam des Landes und das Hygieneteam des Landeskrankenhauses Hohenems. „Sämtliche Maßnahmen, die vorsorglich gesetzt wurden, funktionieren“, bestätigte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher nach Bekanntwerden des ersten Verdachtsfalls einer Coronavirus-Infektion in Vorarlberg den VN. Die Blut- und Abstrichproben wurden noch am Freitagabend mit einem Sondertransport des Roten Kreuzes ins Virologische Institut nach Wien gebracht, um schnellstmöglich zu einem Ergebnis zu kommen, die betroffene Frau aus Lustenau ist im LKH Hohenems in einem Isolierzimmer untergebracht. „Wir beobachten die Situation sehr genau. Sobald es neue Erkenntnisse gibt, wird die Öffentlichkeit informiert“, erklärte Rüscher. Sie betonte auch, dass vorderhand keine weiteren Maßnahmen geplant seien.

Mit Hygiene helfen

Die Bevölkerung kann sich bei grassierenden Infektionskrankheiten aktiv mit Hygiene behelfen. Händewaschen, engen Kontakt zu Erkrankten meiden, sich vor Anniesen schützen: So lauten die gängigen Empfehlungen. Seit das Coronavirus aufgetaucht ist, wollen viele noch ein bisschen mehr tun, nämlich sich mit Gesichtsmasken schützen. Die Nachfrage war so groß, dass die Apotheken im Land binnen weniger Tage ausverkauft waren. Bis Mitte kommender Woche ist jedoch wieder Nachschub in Sicht. „Es wird allerdings nur die einfachen Masken geben“, kündigte Apothekerkammerpräsident Jürgen Rehak an. Die qualitativ hochwertigeren und mit 30 Euro auch deutlich teureren Produkte, die aufgrund ihrer Netzbeschaffenheit selbst kleinste Viren abfangen können, sind demnach nicht mehr verfügbar. Einfache Masken bieten, wie berichtet, allerdings kaum Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Sie können höchstens dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch Niesen oder Husten zu verringern.

Nervosität bei Reisenden

Von der Nachfrage nach Masken einmal abgesehen ist das Coronavirus in den Apotheken kein allzu großes Thema. Hellhörig sind laut Rehak aber Personen geworden, die demnächst eine Reise in ein asiatisches Land planen. Da sei die Nervosität schon spürbar.