Wie Greta, nur weiter

Extra / 05.02.2020 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sarah Siemers, geb. 1991, lebt in Feldkirch/Wien, setzt sich für das Klima ein

Im Oktober hätte Sarah Siemers gemeinsam mit 35 anderen Klimaaktivisten aus ganz Europa zur 25. UN-Klimakonferenz innerhalb von acht Wochen über den Atlantik nach Chile segeln sollen. Dass die Konferenz wegen der politisch angespannten Situation nicht in dem südamerikanischen Land, sondern in Madrid, stattfinden würde, ahnte beim Ablegen des Dreimasters Regina Maris Anfang Oktober des vergangenen Jahres niemand. Das Vorhaben der „Sail to the Cop“-Crew lohnte sich aber trotzdem, wie die 28-jährige Feldkircherin betont: „Unser Ziel ist es, auf die klimaschädlichen Folgen des Flugtourismus aufmerksam zu machen und für ein gerechtes und nachhaltiges Transportwesen zu werben“, erklärt die Umwelt- und Bioressourcenmanagement-Studentin. Das Schiff verwandelte sich in einen segelnden Thinktank, bei dem sich die Aktivisten Gedanken machten, wie sich eine faire und nachhaltige Reisebranche gestalten ließe. Es brauche nicht nur ein Umdenken jedes Einzelnen, sondern vor allem den politischen Willen, etwas zu ändern: „Es kann nicht sein, dass Flüge so billig sind und innerhalb der EU Flug- im Gegensatz zu Bahntickets umsatzsteuerfrei sind“, sagt die Feldkircherin, die sich seit einigen Jahren für Climates International im Vorstand sitzt und die Zweigstelle in Österreich mitaufgebaut hat. „Es ist die junge Generation, die mit den Auswirkungen des Klimawandels leben muss. Wir sind auch diejenigen, die die Maßnahmen, die auf Konferenzen beschlossen werden, umsetzen müssen. Es braucht deshalb mehr junge Leute, die sich einbringen.“