Pläne für Aussichtsplattform für Tostner Burg vorgestellt

VN / 06.02.2020 • 23:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Um eine geplante Aussichtsplattform im Bergfried der Tostner Burg ist ein Konflikt entbrannt. Gegner fürchten um eine Dohlen-Population, die hier nistet. VOL.AT/MAYER

In Tosters wurden Pläne für den Ausbau vorgestellt und diskutiert.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Der Heimatpflege- und Museumsverein in Feldkirch ist seit 1935 Besitzer der Tostner Burg, deren Erhalt seit damals vorangetrieben wird. Heute ist sie ein beliebtes Ziel im Naherholungsbereich der Feldkircher. Zum Schutz der Substanz wurde vor drei Jahren ein Notdach im Bergfried eingezogen. Das möchte der Verein zu einer zugänglichen Aussichtsplattform ausbauen. Die Planungen wurden am Donnerstagabend vorgestellt.

Auf der Spitze des Bergfriedes gibt es heute ein Dach, der Bewuchs im Inneren des Turms wurde entfernt, um die Bausubstanz zu schützen. <span class="copyright">Museumsverein</span>
Auf der Spitze des Bergfriedes gibt es heute ein Dach, der Bewuchs im Inneren des Turms wurde entfernt, um die Bausubstanz zu schützen. Museumsverein

Im Inneren soll in einer Stahlkonstruktion ein Treppenaufstieg geschaffen werden, der, wie Planer Gernot Thurnher betont, von außen nicht sichtbar sein werde. Dabei achte man auf die Auflagen einer Strategischen Umweltprüfung, die insbesondere Schutzmaßnahmen für eine ansässige Bergdohlen-Kolonie zum Inhalt hatte. Für Besucher des Burgareals werde sich nichts ändern, betont Thurnher, die Plattform werden nur angemeldeten Gruppen offenstehen.

Ein Modell der Innenkonstruktion, die für die Tostner Burg geplant ist.<span class="copyright"> Caldonazzi</span>
Ein Modell der Innenkonstruktion, die für die Tostner Burg geplant ist. Caldonazzi

Der Abend diente aber auch dem Anhören von Projektkritikern. Marlene Thalhammer, grüne Bürgermeisterkandidatin, stellte klar, dass Erhaltungsmaßnahmen der Ruine außer Streit stünden. Eine zu starke Attraktivierung, etwa durch einen Museumsbetrieb, sehe man aber kritisch. Davon könne keine Rede sein, beruhigte Vereinsobmann Manfred Getzner. Kritisch sehen gerade Vogelschützer nach wie vor eine nächtliche Nutzung der Burg, da eine astronomische Plattform im Gespräch ist.