Absender, Abschied, Arztsuche

Vorarlberg / 07.02.2020 • 18:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Korrigierte Glückwunschkarten sorgen für süffisantes Lächeln in Hard.VN
Korrigierte Glückwunschkarten sorgen für süffisantes Lächeln in Hard.VN

Blau-Pinke Rochade Gabriele Pfandlsteiner (56) ist in der Vorarlberger FPÖ nicht irgendwer. 1994 stieg die Bregenzer Anwältin als 30-Jährige in die Stadtpolitik ein und trat 1995 als Spitzenkandidatin bei der Gemeindewahl an. Nach der Wahl reklamierte sie den Vizebürgermeisterinnen-Posten für sich, am Ende reichte es für das Amt der Sportstadträtin. Im Juni 1999 trat sie auch schon wieder zurück. Der Gemeindepolitik blieb sie nicht für immer fern. In der aktuellen Legislaturperiode wurde sie zur Ersatz-Stadtvertreterin gewählt. Außerdem fungiert sie als Obmann-Stellvertreterin im Freiheitlichen Akademikerverband Vorarlberg. Bei der Landtagswahl kandidierte Pfandlsteiner auf Platz 15 der Bezirksliste Bregenz. Vor wenigen Tagen verschwand Pfandlsteiner von der Webseite der FPÖ Bregenz, nur im Gruppenfoto ist sie noch zu sehen. Dafür findet sich ihr Konterfei seit geraumer Zeit auf einer anderen Parteiseite: Gabriele Pfandlsteiner kandidiert auf Listenplatz fünf der Neos von Bürgermeisterkandidat Alexander Moosbrugger (48).

Neustart Zurück auf Anfang heißt es bei der Suche nach einem Leiter für die Innere Medizin im Landeskrankenhaus (LKH) Bregenz. Nach dem Abgang von Primar Bernhard Föger (57) im Sommer des vergangenen Jahres wurde die Stelle ausgeschrieben. Sechs Bewerber wollten den Job und Spitalsdirektor Gerald Fleisch (53) zeigte sich lange zuversichtlich, eine Nachbesetzung noch im Herbst 2019 bewerkstelligen zu können. Offensichtlich kam es aber mit keinem der Interessenten zu einem Abschluss. Das habe es noch nie gegeben, staunen da selbst Insider. Föger selbst leitet mittlerweile die Interne eines Spitals im deutschen Pfarrkirchen.

Abschied In der jüngsten Stadtvertretersitzung der Messestadt Dornbirn wurde das Ende des kommunalpolitischen Wirkens zweier langähriger Karrieren eingeläutet. Für Vizebürgermeister Martin Ruepp (64, VP) und Stadtrat Gebhard Greber (64, SP) war die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode jeweils auch die letzte ihrer Karriere. Beide treten bei der Gemeindewahl am 15. März nicht mehr an und sind nur noch bis Mitte April in Amt und Würden. Ruepp fungierte über zwei Jahrzehnte hinweg als Vizebürgermeister unter dem inzwischen verstorbenen Bürgermeister Wolfgang Rümmele (72, VP) und der regierenden Stadtchefin Andrea Kaufmann (50, VP). Greber kann auf 24 Jahre als Stadtratsmitglied zurückblicken. Zum Abschied mahnte das sozialdemokratische Urgestein, seine verbleibenden Kollegen mögen die konstruktive Debattenkultur in der Stadtvertretung bewahren, die das Dornbirner Gremium auszeichne. Dafür erntete er auch von seinem VP-Kollegen Ruepp Zustimmung.

Sparstift Ob der Grund dafür im abrupten und praktisch über Nacht erfolgten Abgang ihres Vorgängers Harald Köhlmeier (47, VP) oder eben in reinen Sparmaßnahmen der Marktgemeinde Hard zu suchen ist, konnte nicht verifiziert werden. Faktum ist, dass die Evi Mair (63, VP) als neue Gemeindechefin der Bodenseegemeinde Jubilare mit eigenhändig korrigierten Glückwunschkarten hochleben lässt. Auf den verteilten Karten ist jedenfalls unmissverständlich zu erkennen, dass die Ära Köhlmeier endgültig Geschichte ist: Sein Name ist dick durchgestrichen. Nicht nur bei Mitbewerbern bei der Gemeindewahl im März wie Eva Hammerer (44, Grüne) sowie Martin Staudinger ( 40, SP) oder der Harder Liste mit Anton Weber (60) sorgt der Fauxpas Mairs jedenfalls für süffisantes Lächeln.