Austrias Trumpfkarte soll stechen

Sport / 07.02.2020 • 22:47 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Austria-Trainer Roman Mählich und seine Spieler gehen voller Vorfreude und mit viel Mut in das Cup-Viertelfinale gegen die WSG Tirol.Steurer
Austria-Trainer Roman Mählich und seine Spieler gehen voller Vorfreude und mit viel Mut in das Cup-Viertelfinale gegen die WSG Tirol.Steurer

Trotz Außenseiterrolle im Cup-Viertelfinale gegen WSG Tirol will die Austria überraschen.

Lustenau Aktuell erlebt man bei der Lustenauer Austria aufregende Zeiten. Es ist eben immer etwas los bei den Grün-Weißen aus der Stickergemeinde. So passiert zwei Tage vor dem Spiel des Jahres gegen die WSG Tirol im Cup-Viertelfinale. Das Chaos rund um den plötzlichen Transfer von Marcel Canadi ohne Mitwissen von Trainer Roman Mählich zum SKU Amstetten war in den Tagen vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres großes Thema rund um Lustenau. Roman Mählich hat aber wenig Bedenken, dass sich der Wirbel negativ auf die Mannschaft auswirken wird. „Ich habe in den Trainings diese Woche enorme Vorfreude auf dieses Match gespürt. Die Burschen, genauso wie ich, brennen auf das Spiel. Wir wollen gemeinsam etwas Großes schaffen,“ so Mählich.

Neuzugang Katnik als Trumpf

Dass die Gäste aus Tirol als großer Favorit in das Planet Pure Stadion kommen, ist dem 48-jährigen Trainer klar. „Man muss sich ja nur die beiden Kader anschauen. Da stecken zum einen viel Routine und zum anderen auch enorme Qualität im Kader der Tiroler,“ blickt Mählich auf den Bundesligisten. Dennoch verweist er auf zwei Trumpfkarten, über die die Lustenauer verfügen: „Einen besseren Informanten als den Lukas Katnik kannst du nicht haben. Er hat ja noch bis vor zwei Wochen in Tirol trainiert. Also in dieser Hinsicht sind wir gut aufgestellt. Und wir spielen zuhause. Wenn wir es schaffen, den Funken vom Feld auf die Tribüne überspringen zu lassen, dann ist durchaus etwas drinnen für uns,“ erklärt Mählich, der wissen ließ, dass er seinen „Trumpf“ Katnik selbstredend von Beginn an gegen seinen Ex-Klub spielen lassen wird.

Erst zweimal trafen beide Teams im ÖFB-Cup aufeinander. 1976 setzte es eine 6:7-Heimniederlage im Elfmeterschießen, 1997 verlor die Austria auswärts 0:1. Damit es heute zum ersten Cupsieg gegen die Tiroler reicht, „müssen wir auf jeden Fall mutig auftreten. Klar hat sich mein Ex-Klub gut in der Defensive verstärkt, das war ja auch die Achillesferse im Herbst. Aber trotzdem glaube ich, dass wir die WSG schlagen können,“ erklärt „Trumpfkarte“ und Neuzugang Lukas Katnik, der im Angriff starten wird. Auf den Einsatz der neuen Offensivspieler Andy Reyes (20) und Richard (18) muss Trainer Mählich verzichten – keine Spielgenehmigung. Dafür ist Wallace Thema für die Startelf. Der 21-jährige Brasilianer hat bis jetzt überzeugen können und könnte sein Debüt im Austria-Dress feiern.

Letzter WSG-Sieg im Cup

Auf der Gegenseite fahren die Tiroler mit viel Elan über den Arlberg, wissen, „dass wir eine große Chance auf das Halbfinale haben. Mit einem Sieg in Lustenau könnten wir uns zudem Selbstvertrauen für den Abstiegskampf in der Bundesliga holen. Aber eines kann ich sagen: Wir als WSG Tirol unterschätzen keinen Gegner. Und schon gar nicht Austria Lustenau auf deren Heimstätte,“ gibt WSG-Trainer Thomas Silberberger Einblick. Interessantes Detail: Die Tiroler kassierten vor der Winterpause sechs Niederlagen in Serie in der Bundesliga. Der letzte volle Erfolg gelang im Cup-Achtelfinale beim SC Gleisdorf in der Nachspielzeit (4:1). Spielentscheidend damals ein gewisser Lukas Katnik, der als zweifacher Torschütze maßgeblich am Sieg beteiligt war. Aber der steht bekannterweise heute auf der anderen Seite – im Dress von Austria Lustenau.

„Klar hat sich die WSG gut verstärkt. Trotzdem glaube ich, dass wir sie schlagen können.“

Austria-Trainer Roman Mählich und seine Spieler gehen voller Vorfreude und mit viel Mut in das Cup-Viertelfinale gegen die WSG Tirol.Steurer
Austria-Trainer Roman Mählich und seine Spieler gehen voller Vorfreude und mit viel Mut in das Cup-Viertelfinale gegen die WSG Tirol.Steurer