Reise / 07.02.2020 • 10:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ljubljanas drei Brücken führen auf den Prešerenplatzmit der Franziskanerkirche. Shutterstock (5)
Ljubljanas drei Brücken führen auf den Prešerenplatz

mit der Franziskanerkirche. Shutterstock (5)

nun eine Muse einen Lorbeerzweig für den Dichter, aus dessen Gedicht Zdravljica der Text der slowenischen Nationalhymne stammt. Vom Prešerenplatz sind es nur ein paar Schritte zum Grand Hotel Union mit seiner fast hundert Meter langen Jugendstilfassade, deren Pflanzenornamente mit jeder Etage wechseln. Gebaut hat das Viersternehotel der Architekt Josip Vancaš 1905 im Stil der aus Wien inspirierten slowenischen Sezession. Wer die Übernachtungskosten scheut, sollte sich einen Kaffee im Union Café oder einen Drink in der Lobby Bar gönnen. Besonders imposant sind die kunstvoll gearbeiteten Ätzglasfenster des Hotels, an dessen Wänden sich Stuckfiguren wölben.

Jenseits der drei Brücken säumen zweigeschoßige Markthallen das Ufer. Selbst bei Schnee und Eis laden ihre Kolonnaden mit vielen Geschäften und Restaurants zum Lustwandeln ein. Geradezu überwältigend ist das Angebot an den Ständen des Marktplatzes Pogacarjev Trg. Besonders stolz sind die Slowenen auf ihr einzigartiges Wurstangebot und Käse wie den harten Tolminc aus der Rohmilch von Kühen.

Die Burg von Ljubljana

Wer sehen möchte, wo das Wappen den Drachen zeigt, der gelangt mit der Standseilbahn zur 300 Meter hoch gelegenen Hauptsehenswürdigkeit, der Burg mit bestem Hauptstadtblick. In der auch als Laibacher Schloss bekannten Burg gibt es viel zu entdecken. Zwei Museen laden zum Besuch ein. Eines ist dem Puppentheater, das andere der Geschichte Sloweniens gewidmet. Im fünfeckigen Turm werden Wechselausstellungen verschiedener Künstler gezeigt.

Vom Aussichtsturm bei der Burg hat man einen schönen Blick auf das Meisterwerk des Architekten Jože Plecnik, Sloweniens National- und Universitätsbibliothek (NUK). Ihre Pferdekopf-Türklinken symbolisieren den Pegasus als mythologisches Pferd, das Bibliotheksbesucher in die Welt des Wissens trägt. Wer sie drückt und hineingeht, der steht vor Plecniks von 32 Marmorsäulen gesäumte schwarzer Treppe, die golden leuchtet. Schließlich soll die NUK ein „Goldener Tempel des Wissens” sein.