Skigebiete hoffen auf stabiles Wetter

Vorarlberg / 07.02.2020 • 19:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schneekanonen laufen auf Hochtouren.

Schneekanonen laufen auf Hochtouren.

Vor allem niedrig gelegene Skigebiete fürchten das warme Wetter in der Hochsaison.

Schwarzach „Wenn es so bleibt, sind wir zufrieden“, erklärt Hannes Waldner vom Skigebiet Schetteregg mit Blick auf die Semesterferien. Derzeit könne man sechs der acht Liftanlagen betreiben, es ist kalt genug für die Schneekanonen. Langfristige Planungen sind jedoch schwierig. „Die Schneesituation ist für Februar untypisch“, bestätigt Waldner. „Dass einen der Dezember im Stich lässt, ist man bereits gewohnt, vom Februar jedoch nicht.“ Bilderbuch-Skitage seien im Jänner selten gewesen, Wetter und Temperaturen wechselten schnell und oft. Er wolle jedoch nicht klagen, das Weihnachtsgeschäft sei besser als im Vorjahr gewesen, man könne alle Skikurse und Anfängerlifte bedienen. Dennoch, während die Gäste brav gekommen seien, habe man das Ausbleiben der Tagesgäste gespürt.

42 Prozent weniger Niederschlag

Tatsächlich war Väterchen Frost im Januar ein seltener Gast in Vorarlberg. 42 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt verzeichnet die ZAMG für Vorarlberg. Unterm Wetter leidet auch das Bödele. Die letzten Tage brachten weniger Schnee als erhofft, nun blickt man gespannt auf den prognostizierten Niederschlag am Montag: Bringt dieser Schnee, ist es gut. Regnet es jedoch, leidet die Schneedecke. Bereits jetzt hat man zu wenig Schnee, um Steilhänge präparieren zu können. Immerhin können die Skikurse stattfinden, an den Übungsliften liegt genug Schnee. Ähnlich ist die Situation an der Niedere in Andelsbuch. Aufgrund der Schneesituation konnte man diese Saison beinahe nur am oberen Plateau fahren, Ende Jänner nicht einmal mehr das.

Bürgermeister Bernhard Kleber hofft nun, dass über die Semesterferien die Schneesituation am Plateau stabil bleibt – und auf Skistimmung bei den Wintersportlern. Gerade hier seien Schneefälle wichtig, um die Leute zum Skifahren zu animieren.

Hohe Erwartungen an den Februar

In den südlichen hohen Lagen ist die Situation entspannter. „Wir blicken sehr positiv in den Februar“, bestätigt Hannes Jochum von den Bergbahnen Brandnertal. Die Talschaft sei auf die Semesterferien hin ausgebucht, die Schneelage ausgezeichnet. Die Schneefälle seien natürlich auch hier relevant gewesen, auch er hofft auf die Skilaune der Tagesgäste. „Das ist natürlich wichtig nach den Höhen und Tiefen für die Bergbahnen der vergangenen Wochen“, weiß Jochum, ebenfalls Obmann der Vorarlberger Seilbahnen, um die Lage der Skiliftbetreiber. Nun hoffe nun auf gutes Wetter.

In der Silvretta hatte man bereits die ganze Saison am Berg „sensationelle“ Bedingungen, versichert Geschäftsführer Peter Marko, auch wenn es vom Tal aus nicht immer so wirkte. In den letzten Tagen gab es zusätzlich bis zu 80 Zentimeter Neuschnee, durch den Temperatursturz könne man nun auch die Talabfahrt in Schruns beschneien und befahrbar machen. Mit Blick auf die Buchungslage könne man von einer guten Saison sprechen, die hohe Beliebtheit des Skigebiets und der neuen Rodelstrecke freue die Silvretta Montafon. VN-Rau

„Dass einen der Dezember im Stich lässt, ist man gewohnt, vom Februar jedoch nicht.“

Am Bödele hofft man auf mehr Schnee.

Am Bödele hofft man auf mehr Schnee.

Auch in Alberschwende konnte man die Pisten zur Hochsaison präparieren. VN/STeurer
Auch in Alberschwende konnte man die Pisten zur Hochsaison präparieren. VN/STeurer