„Bludenzer nachhaltig mobilisieren“

Leserbriefe / 09.02.2020 • 17:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 6. Februar:

Der durchaus charmante und telegen wirkende Spitzenkandidat der Volkspartei präsentierte sein Wahlprogramm. Er möchte gerne Chef im Rathaus werden. Dabei kopiert er den großen Chef aus Wien, z.B.: „Gailomobil“ etc. Nur ist nicht jeder junge Mann vom Kaliber eines Sebastian Kurz.

Bei einer Bewerbung für ein solch verantwortungsvolles Amt sollte man ein gewisses Maß an politischer Erfahrung und nicht weniger wichtig, über Berufs- wie auch Lebenserfahrung verfügen. Immerhin handelt es sich um einen Betrieb mit der Verantwortung für viele Mitarbeiter und einem großen Budget. Schon aufgrund seines Alters und bisherigen Tätigkeit ist sein bisheriger Leistungsausweis für ein solches Amt nicht überzeugend. Er hat bisher nie ein öffentliches Amt, sei es Stadtvertreter, sei es Stadtrat bekleidet.

Wer beginnt seine Berufslaufbahn gleich mit einem Chefposten? Auch hat er bei seiner privaten Grundstückangelegenheit gezeigt, dass er in Verwaltungsfragen einiges noch zu lernen hat. Das Vorgehen in der Kandidatur Leidinger war alles andere als souverän. Warum geht die Volkspartei ein solches Risiko ein? Eine mögliche Erklärung wäre, dass die grauen Eminenzen, welche auch in den letzten Jahren einen nicht geringen Einfluss auf das Bürgermeisteramt hatten, diesen nicht verlieren möchten. Mit dem vorgeschlagenen Kandidaten wäre ihr Einfluss eventuell wiederum gesichert. Kann dies im Interesse der Bludenzer(innen) sein?

Univ.-Prof. Dr. Siegfried Heinzl,

Bludenz