Hanna Devigili holt EM-Bronze

Sport / 09.02.2020 • 20:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hanna Devigili (links) vermochte sich bei der EM in Budapest bestens in Szene zu setzen.Martin Kremser
Hanna Devigili (links) vermochte sich bei der EM in Budapest bestens in Szene zu setzen.Martin Kremser

Klarer Sieg im kleinen Finale bei Karate-Junioren-Titelkämpfen.

Budapest Die Vorzeichen waren denkbar schlecht, darum ist das Ergebnis umso erfreulicher. Nach einer sechswöchigen Trainingspause, aufgrund einer schweren Gehirnerschütterung, die sich Hanna Devigili im Training Ende 2019 zugezogen hat, setzte sich die 16-jährige Sportgymnasastin in ihrer neuen Altersklasse im kleinen Finale durch und sicherte sich nach der EM-Goldenen im Vorjahr, Bronze bei den Junioren.

Endgültig angekommen

Trotz des Trainingsrückstands blieb Devigili über fünf Runden voll fokussiert und baute von Begegnung zu Begegnung auf ihren Stärken auf. Einzig im Kampf um den Einzug ins Finale schien der Faden gerissen, die Fraxnerin fand kein Mittel gegen die spätere Siegerin Emma Marie Elisabeth aus Frankreich und musste sich mit 0:5 geschlagen geben.

Im kleinen Finale war die volle Konzentration wieder da und der Fokus auf den Medaillengewinn gelegt. Hanna dominierte den Kampf gegen die frühere Weltranglistenerste, Pretra Nuic aus Kroatien. Mit einem Angriff zum Kopf legte die Sportgymnasiastin gleich am Anfang des Kampfes den Grundstein. Eine Unsicherheit der Kroatin am Ende der Kampfzeit nutzte Hanna für das 2:0. Diesen Vorsprung brachte sie über die Kampfzeit und sicherte sich den Gewinn der Bronzemedaille bei der 47. Junioren Europameisterschaft in Budapest.

Dujic schaffte Viertelfinale

Einen sehr guten Start erwischte auch der Dornbirner Mihael Dujic in der Klasse Kumite U-21 +84 kg. Nach einem Freilos setzte sich Mihael mit einem 3:1 gegen den starken Spanier Marc Camacho Torres durch. Im Viertelfinale traf er auf den Lokalmatador Roland Gyovai. Dieser nutzte sowohl den Heimvorteil als auch zwei unpräzise Angriffe von Dujic. Aufgrund der anschließenden Niederlage um den Finaleinzug des Ungarn, blieb die Trostrunde Mihael leider verwehrt.

Viel Erfahrung gesammelt

Weniger gut lief es den weiteren Vertretern von Karate Vorarlberg. Sowohl Yannick Böhler (KC Lustenau) als auch Adrian Nigsch (KC Blumenegg) fehlte, trotz einer tollen Performance, am Ende noch die volle Entschlossenheit, um einen Punkt zu machen. Somit sammelten beide zwar viel Erfahrung, schieden jedoch in den ersten Runden aus.