Klimaschutz

Leserbriefe / 10.02.2020 • 21:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die EU steht für freien Warenverkehr, ja Heidelbeeren und Himbeeren aus Polen, im Jänner aus Peru. Champignons aus Ungarn, Salat und Paprika aus Spanien, Karotten aus Holland oder sonstwo her. Bekannterweise sind Beeren, Pilze und Salat nicht lange haltbar. Unzählige Flüge und Lkw-Fahrten sind nötig, um die ganze EU immer wieder mit frischen Nahrungsmitteln zu versorgen. Und diese Transporte werden noch gestützt, so kommt es, dass ausländische Waren billiger sind als heimische. Österreich ist ein Agrarland, wir könnten uns quasi selbst versorgen. Das heißt: keine Überproduktion von Fleisch, sondern, wo es möglich ist, auch Gemüse- oder Beerenplantagen. Früher haben wir vom saisonalem Obst und Gemüse gelebt, das brachte auch Abwechslung im Speiseplan, und schließlich kann man alles konservieren, sodass man gut über den Winter kommt. Nahrungsmittel kamen aus dem nächsten Umfeld, nur was es hier nicht gab, wurde importiert. Beerenplantagen oder Gemüseanbau wäre auch in manchen Gebieten Vorarlbergs möglich. Dazu braucht es natürlich die nötige Infrastruktur, Kühlräume und Tiefkühler. In den Tourismusgebieten sind zahlreiche Gast­ronomiebetriebe, diese brauchen nicht nur Kalbfleisch, sondern auch Gemüse. Durch regionalen Gemüseanbau könnten Unmengen von CO2 eingespart werden. Nicht freier Warenverkehr müsste das Ziel sein, sondern so wenig Transporte wie nötig.

Martina Moosbrugger, Au