Landeswarnzentrale hat Situation im Blick

Vorarlberg / 10.02.2020 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wichtig ist Abstimmung und Koordinationauf allen Kanälen. VN/RAucH
Wichtig ist Abstimmung und Koordination
auf allen Kanälen. VN/RAucH

Die Landeswarnzentrale koordiniert und informiert.

Bregenz Am späten Sonntagabend informierte die ZAMG die Landeswarnzentrale, für den Norden Vorarlbergs die höchste Warnstufe auszurufen. Seit den frühen Morgenstunden zog der Sturm eine Spur der Verwüstung durch das Land: Allein für die Zeit von 8 bis 11 Uhr zählte Dienstleiterin Angelika Spiegel an die 65 Einsätze, überwiegend der Feuerwehren. Insgesamt waren es am Montag allein 104 technische Einsätze der Feuerwehr aufgrund des Sturmgeschehens.

Vor allem Sachschaden

Wie bereits bei Sturm „Petra“ handle es sich dabei vor allem um umgestürzte Bäume, die Gebäude beschädigten oder Straßen blockierten. Der Schwerpunkt der Einsätze lag dabei vor allem im Rheintaler Unterland zwischen Dornbirn und Bregenz sowie dem Bregenzerwald. Doch auch Gebiete im Süden des Landes, wie beispielsweise Nenzing, wurden in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde aufgrund des Sturms jedoch bislang glücklicherweise niemand.

Koordinierungsstelle im Land

Die Landeswarnzentrale hat dabei vor allem eine koordinierende Aufgabe zwischen den BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsfunktion), Diensten wie der ZAMG sowie der Politik. Die Information der Bevölkerung über Warndienste und Medien zählt ebenfalls zu den Kernaufgaben. In einer Extremlage kann von hier aus die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle entlastet oder bei deren Ausfall abgelöst werden. Dafür wurde eine eigene Leitzentrale errichtet. Und auch die Entscheidung über den Zivilschutzalarm fällt die Landeswarnzentrale. Dann müssen die Medien mit Verhaltensanweisungen für die Bevölkerung versorgt werden und die Sirenen in den betroffenen Gebieten müssen erschallen.

Davon ist man jedoch derzeit weit entfernt, „Sabine“ stellt sich nicht als Katastropheneinsatz dar. Am Montagnachmittag entspannte sich die Situation, Entwarnung gab es jedoch keine: Für die Nachtstunden wurde damit gerechnet, dass „Sabine“ wieder an Kraft gewinnt. Die Wetterwarnung rechnete mit Sturmböen, vergleichbar zu jenen am Montagvormittag, und Regenfällen. Erst mit Dienstagmittag werde der Sturm über Vorarlberg hinweggezogen sein. VN-RAU

Angelika Spiegel spricht auf VN.at über die Arbeit der Warnzentrale während des Sturms „Sabine“. VN/Rauch
Angelika Spiegel spricht auf VN.at über die Arbeit der Warnzentrale während des Sturms „Sabine“. VN/Rauch