Schlau wie ein Fuchs dank Gymnastik fürs Gehirn

Vorarlberg / 10.02.2020 • 18:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Monika Petter und Manfred Harasser möchten die Übungen im Lerncafé anwenden. BI
Monika Petter und Manfred Harasser möchten die Übungen im Lerncafé anwenden. BI

Karin Leitgeber präsentierte „Brain Gym“.

Bludenz „Bewegung ist das Tor zum Lernen“, betonte Karin Leitgeber, diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester sowie Mental-Trainerin, anlässlich ihres Vortrags im Rathaus Bludenz. „Brain Gym – das bedeutet Gymnastik fürs Gehirn. Die Übungen kommen aus der Kinesiologie und sind leicht in den Alltag integrierbar“, erläuterte die Referentin. Durch körperliche Bewegung werde die Leistungsfähigkeit des Gehirns gesteigert. Die Vernetzung von rechter und linker Gehirnhälfte führe zu einer erhöhten geistigen Funktionsfähigkeit.

Praktische Beispiele

Brain Gym wurde vor dreißig Jahren durch Paul Dennison entwickelt. Inzwischen sei durch zahlreiche Studien belegt, dass durch Brain Gym ein besseres Seh- und Hörvermögen, gesteigerte Merk- und Aufnahmefähigkeit sowie erhöhte Konzentration erzielt werden könne. Leitgeber, selber zweifache Mutter, erläuterte anhand von praktischen Beispielen, wie auch Kinder in diese Übungen miteingebunden werden können. Mit dem PACE-Prozess erläuterte sie einen Kreislauf, der Ruhe und Konzentration fördere. Es sei wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, damit die Kommunikation zwischen Gehirn und Nervensystem funktioniere. Die Besucher des Vortrags wurden zur aktiven Teilnahme an den Übungen aufgefordert. So wurden unter anderem Balance- und Akupunkturpunkte mit den Fingern gedrückt, Überkreuzungsübungen von Ellbogen und Knie für Ganzkörperbewegungen erklärt und Arm-Aktivierungen durchgeführt. Es sei wichtig, auf die positiven Aspekte zu achten, diese fördern die innere Ruhe. „Vielfach haben Kinder schon Magenprobleme, weil sie unter Stress stehen“, zeigt sich Leitgeber besorgt. Atemübungen seien ein probates Mittel, um rasch in einen Ruhemodus zu kommen. Das Nackenrollen löst Verspannungen und dient der Stabilisierung und Erdung. Aber auch das Energiegähnen sei förderlich.

Spaß im Vordergrund

Grundsätzlich sollen die Übungen Spaß machen und nichts erzwungen werden. Für eine anhaltende positive Wirkung sei es erforderlich, diese jedoch regelmäßig auszuführen. Der sehr kurzweilig gehaltene Vortrag fand bei den Zuhörern jedenfalls großen Anklang. BI

„Die Übungen kommen aus der Kinesiologie und sind leicht in den Alltag integrierbar.“