Stürmische „Sabine“ wird bald zahm

Vorarlberg / 10.02.2020 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Für den ZAMG-Meteorologen Simon Hölzl ist „Sabine“ nichts Außergewöhnliches im Winter.

Schwarzach „Sabine“ hat sprichwörtlich einen langen Atem. Nach Böen von bis zu 110 km/h in der Nacht von Sonntag auf Montag und auch noch am Vormittag schaltete die Wetterkreatur einen Gang zurück, um in der Nacht auf Dienstag noch einmal aufzudrehen. Aber auch wenn „Sabine“ die Feuerwehren im Land auf Trab hielt und Dutzende Einsätze verursachte, von apokalyptischen Zuständen war der Orkan weit entfernt.

Mit „Lothar“ 1999 oder „Burglind“ vor zwei Jahren konnte „Sabine“ nicht mithalten. „Solche Wetterphänomene sind im Winter nicht unüblich“, betont Meteorologe Simon Hölzl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Innsbruck. Solche Stürme kämen als eine Folge großer Luftdruckgegensätze zustande. Labile Verhältnisse bewirken ein Umwälzen der Atmosphäre. Wetterexperten sprechen in diesem Zusammenhang von einem vertikalen Impuls­transport. Starker Höhenwind wird in tiefere Lagen herabgemischt. Der Sturm wird dadurch von den Bergen in die Niederungen transportiert. Dieses Wetterphänomen herrscht derzeit in unserer Region vor. Laut Hölzl wird „Sabine“ spätestens am Mittwoch vorbei sein. „Auf den Bergen wird es windig bleiben. Im Tal beruhigt sich die Situation zusehends.“

„Sabines“ letzter Akt

Am Dienstagvormittag allerdings ist „Sabine“ vor allem am Bodensee, im Rheintal und im Bregenzerwald noch aktiv. „Mehr als zuvor, maximal 110 km/h, dürfte der Sturm jedoch nicht zusammenbringen“, prognostiziert der Experte. Schon am Nachmittag wird der Wind schwächer. Die Schneefallgrenze variiert am Dienstag zwischen 800 und 1000 Meter. Am Mittwoch wird es kälter. Die Schneefallgrenze sinkt bis 600 Meter. Die Tageshöchsttemperatur erreicht maximal sieben Grad.

Schönes Wochenende?

Die zweite Hälfte der Semesterferienwoche gibt Anlass zu Optimismus für die Wintersportler. Der Donnerstag sollte schön werden, der Freitag könnte zwar wieder etwas Schnee bringen, dafür verspricht das Wochenende aus heutiger Sicht einen sonnigen Abschluss der Ferienwoche. VN-HK

„Ein Wetterphänomen wie der Sturm Sabine ist in einem Winter nicht unüblich.“