Feuerwehren beweisen sich im Sturm

Vorarlberg / 11.02.2020 • 18:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Altach In der Nacht wurde auch das Dach der Nordtribüne des Schnabelholz-Stadions in Mitleidenschaft gezogen. Das Heimspiel am Samstag ist jedoch nicht gefährdet.VN/Hartinger
Altach In der Nacht wurde auch das Dach der Nordtribüne des Schnabelholz-Stadions in Mitleidenschaft gezogen. Das Heimspiel am Samstag ist jedoch nicht gefährdet.VN/Hartinger

Über 200 Einsätze hatten die Feuerwehren in gut 30 Stunden zu verzeichnen. Verletzt wurden weder Betroffene noch Einsatzkräfte.

Feldkirch Allein 60 Einsätze der Feuerwehren verzeichnete die Landeswarnzentrale in der Nacht auf Dienstag, über 200 Unwettereinsätze waren es insgesamt. Verletzt wurde niemand, doch vor allem im Bregenzerwald, Rheintal, dem Kleinen Walsertal und dem Walgau sorgte der Wintersturm für Verwüstungen und Sachschäden.

Bezirk Feldkirch schwer getroffen

In der Nacht auf Dienstag war ein Gros der Einsätze im Bezirk Feldkirch. So beschädigte gegen Mitternacht ein umstürzender Baum die Oberleitung der Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs. Da weitere Windwürfe drohten und die Einsatzkräfte gefährdeten, konnte die Strecke erst in den Morgenstunden geräumt werden. Ab 7 Uhr fuhr die Bahn wieder, zwei Nahverkehrszüge mussten ausfallen. Doch auch in den restlichen Bezirken war die Feuerwehr mit Aufräumarbeiten und Absicherungen beschäftigt.

Bei Vorarlberg Netz, die Infrastruktur-Tochter der Illwerke Vkw, war man auf das Unwetterereignis gut vorbereitet, erklärt Unternehmenssprecher Andreas Neuhauser. Die Anlagen wurden verstärkt überwacht, Mannschaften standen auf Abruf bereit. Das war auch notwendig: Insgesamt 3500 Endabnehmer waren zeitweise ohne Strom. In Dornbirn gab es ein Abzweigproblem im Mittelspannungsnetz zur Rickatschwende, im Vorderland bei Laterns wurde eine Stromleitung gekappt. Ähnliche Probleme gab es in Doren und Krumbach. Insgesamt sei es jedoch glimpflich ausgegangen, die Schäden seien meist in kurzer Zeit behebbar gewesen.

„Bei diesen massiven Einsätzen ist kein einziger Feuerwehrmann verletzt worden“, freut sich Günther Watzenegger, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands. Das sei der guten Ausbildung und Ausrüstung der Wehren zu verdanken. Bei solchen Unwettereinsätzen stehe der Eigenschutz der Mannschaften im Vordergrund, betont Watzenegger. Daher könne nicht immer alles sofort im vollen Umgang angegangen werden. VN-RAU

„Bei diesen massiven Einsätzen ist kein einziger Feuerwehrmann verletzt worden.“

Bregenz Am Dienstagvormittag sank im Sporthafen ein Sicherungsboot des Rudervereins und musste per Kran und Unterstützung des Feuerwehrboots „Pfänder“ geborgen werden. VOL/Vlach
Bregenz Am Dienstagvormittag sank im Sporthafen ein Sicherungsboot des Rudervereins und musste per Kran und Unterstützung des Feuerwehrboots „Pfänder“ geborgen werden. VOL/Vlach
Götzis Eine Tanne stürzte auf ein Hausdach, Sturmschäden gab es auch in einem Gewerbegebiet. Zehn Mann waren im Einsatz. Feuerwehr Götzis
Götzis Eine Tanne stürzte auf ein Hausdach, Sturmschäden gab es auch in einem Gewerbegebiet. Zehn Mann waren im Einsatz. Feuerwehr Götzis
Hohenems Die Grafenstadt wurde an beiden Tagen schwer getroffen, die Drehleiter aus Lustenau unterstützte die Kollegen. Feuerwehr Hohenems
Hohenems Die Grafenstadt wurde an beiden Tagen schwer getroffen, die Drehleiter aus Lustenau unterstützte die Kollegen. Feuerwehr Hohenems
Laterns Sturmbedingt gab es mehrere Störungen durch beschädigte Stromleitungen. Von diesem Bausturz waren Göfis, Laterns und Übersaxen betroffen. Insgesamt 3500 Endabnehmer waren von Sturmschäden betroffen, welche jedoch schnell durch Vorarlberg Netz behoben worden seien, betont Sprecher Andreas Neuhauser. Probleme gab es auch in Doren, Dornbirn und Krumbach.  Vorarlberg netz
Laterns Sturmbedingt gab es mehrere Störungen durch beschädigte Stromleitungen. Von diesem Bausturz waren Göfis, Laterns und Übersaxen betroffen. Insgesamt 3500 Endabnehmer waren von Sturmschäden betroffen, welche jedoch schnell durch Vorarlberg Netz behoben worden seien, betont Sprecher Andreas Neuhauser. Probleme gab es auch in Doren, Dornbirn und Krumbach.  Vorarlberg netz
Mittelberg Mehrere große Fichten stürzten zwischen der Lawinengalerie und dem Campingplatz Vorderboden von der steilen Böschung. Sie verlegten neben der L201 auch die Langlaufloipe und mussten mittels schwerem Gerät beseitigt werden. Feuerwehr Mittelberg
Mittelberg Mehrere große Fichten stürzten zwischen der Lawinengalerie und dem Campingplatz Vorderboden von der steilen Böschung. Sie verlegten neben der L201 auch die Langlaufloipe und mussten mittels schwerem Gerät beseitigt werden. Feuerwehr Mittelberg
Feldkirch In der Nacht auf Dienstag wurde der Bezirk Feldkirch besonders schwer von „Sabine“ getroffen. Neben abgedeckten Dächern waren es vor allem umgestürzte Bäume wie hier in Feldkirch, als eine Fichte auf ein Haus mit angrenzender Garage stürzte. Kameradschaftliche Nachbarschaftshilfe war an der Tagesordnung. VOL/Mayer
Feldkirch In der Nacht auf Dienstag wurde der Bezirk Feldkirch besonders schwer von „Sabine“ getroffen. Neben abgedeckten Dächern waren es vor allem umgestürzte Bäume wie hier in Feldkirch, als eine Fichte auf ein Haus mit angrenzender Garage stürzte. Kameradschaftliche Nachbarschaftshilfe war an der Tagesordnung. VOL/Mayer