Geballte Ladung an Kreativität

Kultur / 11.02.2020 • 19:16 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Architekturlabor wird an der Gestaltung des Außenbereichs gearbeitet. Fabio (l.) aus Rankweil schätzt den Austausch mit anderen Architekturstudenten.
Im Architekturlabor wird an der Gestaltung des Außenbereichs gearbeitet. Fabio (l.) aus Rankweil schätzt den Austausch mit anderen Architekturstudenten.

35 junge Talente erarbeiten im Magazin 4 gestalterische Basis für das Poolbar-Festival.

Bregenz Ein halbes Jahr bevor das Poolbar-Festival im Feldkircher Reichenfeld über die Bühne geht, wird hinter den Kulissen bereits fleißig getüftelt. Das achte Jahr in Folge wird die gestalterische Basis für das Musikfestival von jungen Talenten im Rahmen des Poolbar-Generators entwickelt. 35 Kunst-, Architektur- und Designstudenten sind es heuer, die im Magazin 4 in Bregenz Ideen sammeln, sich gegenseitig austauschen und an ersten Entwürfen arbeiten. Begleitet werden sie dabei von Fachleuten, externen Profis und Gastkritikern.

„Unverzichtbarer Bestandteil“

Der Generator hat sich für Poolbar-Chef Herwig Bauer (47) zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Festivals entwickelt: „Ohne den Einsatz der Studenten, die aus unterschiedlichen gestalterischen Bereichen aufeinandertreffen, wäre das Festival nicht mehr vorstellbar.“ Die Teilnahme am Poolbar-Generator bietet den kreativen Köpfen nicht nur die Möglichkeit, wichtige Erfahrung in der Praxis zu sammeln, sie können sich die Workshop-Woche auch für ihr Studium anrechnen lassen.

Seit Sonntag wird im Magazin 4 hochkonzentriert gearbeitet. Am Tisch des Architekturlabors entstehen schon erste Modelle. Mit dabei ist auch Fabio (25) aus Rankweil, der Ideen für den Außenbereich sammelt. „Wir stehen gerade an der Schwelle zum ersten Entwurf“, freut sich der Architekturstudent. Besonders spannend findet er den Austausch mit anderen Studierenden: „Es ist toll mit Menschen zu arbeiten, die dieselben Interessen verfolgen“, schwärmt er. Architekturstudentin Lavinia (25) zeichnet erste Skizzen für den Innenbereich. „Das Festival soll für alle Besucher ansprechend sein, nicht nur für Architekten“, betont sie. Auch im Grafiklabor sprüht es vor Kreativität. Studentin Fabienne (26) ist für den Poolbar-Generator eigens aus Braunschweig angereist. „Ich finde es spannend, das Festival mit Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen aktiv mitzugestalten. Auch die Atmosphäre ist super.“

„Interessante Einblicke“

Michael Marte (32) aus Götzis war früher selbst Teilnehmer beim Poolbar-Generator. Seit vier Jahren ist er als Leiter für das Grafiklabor zuständig. „Was mir besonders gefällt, ist, dass der Teamgeist gefördert wird und man Einblicke in die verschiedenen Arbeitsweisen der Teilnehmer bekommt. Auch ich lerne jedes Jahr etwas Neues dazu.“

Beim Generator geht es laut Herwig Bauer nicht darum, konkrete Konzepte zu erstellen. Auch ein Motto wurde heuer bewusst nicht vorgegeben. „Den Teilnehmern soll genügend Raum für eigene Ideen geboten werden, die sich dann auch in der Praxis umsetzten lassen“, sagt Bauer. Hilfreiche Inputs liefern öffentliche Vorträge im Vorarlberg Museum und im Kunsthaus, bevor die Generator-Woche am Samstag mit der Präsentation der ersten Ergebnisse und der Abschlussparty im Magazin 4 ins Finale geht.

„Was mir besonders gefällt, ist, dass der Poolbar-Generator den Teamgeist fördert.“

Im Grafiklabor wird fleißig getüftelt. Fabienne (26) und Alessia (21) haben schon erste Entwürfe erstellt. VN/Paulitsch
Im Grafiklabor wird fleißig getüftelt. Fabienne (26) und Alessia (21) haben schon erste Entwürfe erstellt. VN/Paulitsch

Vortrag im Vorarlberg Museum: 12. Februar, 19 Uhr (Architektur, Grafik und Visuals), Vortrag im Kunsthaus Bregenz: 14. Februar, 18 Uhr (Design, Handwerk und Kunst)