Die Zukunft liegt in jungen Händen

Vorarlberg / 12.02.2020 • 19:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am Wochenmarkt im Kleinwalsertal werden die selbst genähten Stofftaschen verkauft. OJA
Am Wochenmarkt im Kleinwalsertal werden die selbst genähten Stofftaschen verkauft. OJA

Das Jugendprojekt „Stoff statt Plastik“ leistet einen wichtigen Beitrag zugunsten der Umwelt.

Mittelberg Taschen, Stirnbänder und Dekoartikel. Das Nähen dieser Accessoires hat sich bei den Jugendlichen der Offenen Jugendarbeit Kleinwalsertal bereits zum Hobby entwickelt. Denn seit bereits zwei Jahren treffen sich vier bis zwölf junge Menschen mit ehrenamtlichen Näherinnen zur „Nähwerkstatt“. Gemeinsam haben sie es sich zum Ziel gemacht, das Projekt „Stoff statt Plastik“ ins Leben zu rufen und Plastik- durch Stofftaschen im Kleinwalsertal zu ersetzen. Die Gruppe ist der festen Überzeugung: „Jeder kann etwas zum Schutz der Umwelt und der Erde beitragen.“

Positive Rückmeldung

Die Stofftaschen werden aus einer Vielzahl verschiedener Stoffe und in unterschiedlichen Größen hergestellt. Der Kreativität der Mädchen wird somit freien Lauf gelassen. Die ehrenamtlichen Näherinnen Gerlinde Fritz, Gaby und Anna Rohn, Wiltrud Hilbrand und Sonja Nocker greifen den motivierten Mädchen tatkräftig unter die Arme und lehren ihnen Schritt für Schritt das Nähen. Mit jedem Fortschritt wächst auch die Motivation zum Weitermachen bei der jungen Truppe. Die Nähmaschinen werden dabei größtenteils von Privatpersonen gespendet oder zu fairen Preisen von Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Dritter Umwelttag geplant

Am Wochenmarkt im Tal werden die eigenständig hergestellten Beutel dann verkauft. Bei den Marktbesuchern kommt diese Idee besonders gut an und die Nachfrage nach weiteren selbstgenähten Produkten ist hoch. Deshalb wurde kurzerhand entschieden, einen Umwelttag zum Thema „Plastik – was geht uns das an“ zu veranstalten. Da dieser gut
besucht war und für positive Reaktionen sorgte, wurde ein zweiter Umwelttag im Kleinwalsertal zum Thema „Superfood“ organisiert.

Die Umwelttage wurden mittels fachlichen Vortrags mit anschließender Diskussion zum jeweiligen Thema eröffnet. Die Besucher konnten unter anderem selbst Produkte herstellen, die es üblicherweise nur im Supermarkt zu kaufen gibt. Der dritte Umwelttag ist für das Frühjahr geplant. Das Jugendprojekt „Stoff statt Plastik“ gewann unter anderem den ersten Kleinwalsertaler Umweltpreis für herausragende Ideen und überdurchschnittliches Engagement für den Umweltschutz. Über die Anerkennung ihres Vorhabens freuten sich sowohl die Damen, die sich ehrenamtlich engagierten, als auch die Offene Jugendarbeit Kleinwalsertal. VN-AOM

Ich finde es wichtig, etwas für die Umwelt zu tun und war schon von Anfang an dabei. Nähen fand ich schon immer cool, zu Hause hatten wir aber bisher leider keine Nähmaschine. Weil es mir so Spaß macht, nähe ich jetzt auch viel daheim. Lucia Kappeler, 12, Riezlern

Ich finde es wichtig, etwas für die Umwelt zu tun und war schon von Anfang an dabei. Nähen fand ich schon immer cool, zu Hause hatten wir aber bisher leider keine Nähmaschine. Weil es mir so Spaß macht, nähe ich jetzt auch viel daheim. Lucia Kappeler, 12, Riezlern

Die jungen Menschen nehmen aus diesem Projekt mit, dass sie die Gelegenheit haben, sich an eine Nähmaschine zu setzen und sich auszuprobieren. Sie machen schon Fortschritte, das fördert ihre Motivation. Außerdem schauen wir dazu, dass Plastik schlichtweg weniger im Umlauf ist und wir die Stofftaschen unter die Leute bringen. Gerlinde Fritz, 60, Hirschegg

Die jungen Menschen nehmen aus diesem Projekt mit, dass sie die Gelegenheit haben, sich an eine Nähmaschine zu setzen und sich auszuprobieren. Sie machen schon Fortschritte, das fördert ihre Motivation. Außerdem schauen wir dazu, dass Plastik schlichtweg weniger im Umlauf ist und wir die Stofftaschen unter die Leute bringen. Gerlinde Fritz, 60, Hirschegg