Werkswohnungen liegen wieder im Trend

Markt / 12.02.2020 • 18:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berlin Angesichts von Wohnungsnot und Fachkräftemangel werben Unternehmen in Deutschland laut einer Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts Regiokontext zunehmend mit Werkswohnungen um neue Mitarbeiter. „Es gibt kaum ein Bundesland, in dem wir nicht auf konkrete Fallbeispiele gestoßen sind“, sagt Geschäftsführer Arnt von Bodelschwingh.

Prominente Beispiele sind etwa die Deutsche Bahn, die in München 74 Wohnungen für Mitarbeiter neu bauen lässt, oder der Flughafen München. Der treibt das Thema bereits seit einigen Jahren voran. Im Jahr 2018 wurde ein Objekt mit 46 möblierten Wohnungen eingeweiht, in dem vor allem neue Beschäftigte von außerhalb für bis zu zwei Jahre unterkommen können. Auch BASF und VW setzen auf Mitarbeiterwohnungen.

Doch vor allem auf dem Land können Werkwohnungen als Instrument dienen, junge Fachkräfte anzuziehen. Im ostwestfälischen Espelkamp entwickelt eine Aufbaugemeinschaft für Firmen entsprechende Projekte. In einer Umfrage bei unter 30-jährigen Beschäftigten, die dort arbeiten, aber woanders leben, gaben nur 14 Prozent an, sich einen Umzug nach Espelkamp vorstellen zu können. Der Anteil stieg auf 34 Prozent unter der Bedingung eines guten Wohnungsangebots. Zu den Ansprüchen gehöre allerdings etwa auch kostenloses W-Lan oder die im Preis inbegriffene Reinigung.