Klares Bekenntnis zum Spitzensport

Sport / 09.11.2020 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Klares Bekenntnis zum Spitzensport
Ander Arruti steht nicht mehr im Kader der Raiffeisen Dornbirn Lions. VN/DS

Arruti, Tobar, Bas und Dodig per sofort nicht mehr im Kader der Dornbirn Lions.

Dornbirn Die zweite Basketball-Bundesliga wird fortgesetzt. Nach zahlreichen Videokonferenzen einigten sich die Vertreter der zwölf Klubs auf den Grundsatzbeschluss, ab sofort den zu Saisonbeginn im September vereinbarten Amateurstatus abzulegen und fortan als Spitzensport, mit den dafür vorgeschriebenen Covid-19-Präventivmaßnahmen, die Meisterschaft fortzuführen. Offen ist noch, ob mit zehn oder wie bisher zwölf Vereinen. Im Gegensatz zu den Mistelbach Mustangs und den Wörthersee Piraten Klagenfurt, die zahlreiche Grenzgänger in ihren Kadern haben, waren es die Raiffeisen Dornbirn Lions, die sich federführend für die Fortsetzung des Ligabetriebs eingesetzt haben. Dornbirn-Sportchef Markus Mittelberger: „Die Freude darüber, dass es weitergeht, überwiegt ganz klar die zusätzlichen Belastungen, die dadurch auf uns zukommen.“

Um den Trainings- und Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können, müssen die Spieler sich nun vor jedem Spiel einem Antigentest unterziehen. Sobald es Verdachtsmomente gibt, tritt die dafür vorgesehene Kette an Präventivmaßnahmen in Kraft. „Durch den Grundsatzbeschluss besteht zumindest theoretisch die Chance, die Meisterschaft zu Ende zu spielen. Dies ist unserer Meinung nach unabdingbar, damit der Fortbestand des Vereins trotz der wirtschaftlichen Mehrbelastung überhaupt möglich ist. Wir haben Verpflichtungen gegenüber Sponsoren und öffentlichen Geldgebern, und ohne Spielbetrieb könnten wir diesen Part nicht erfüllen.“

Vier Vertragsauflösungen

Neben der finanziellen Mehrbelastung sorgt die Neuorientierung aber auch aus sportlicher Sicht für jede Menge Veränderungen. „Wir haben in den letzten Tagen mit allen Spielern und dem Betreuerteam Gespräche geführt, sie über die neue Situation informiert und die Frage gestellt, ob sie diesen Weg gemeinsam mit uns gehen. Mit dem Legionärsduo Ander Arruti und Mario Tobar sowie Timur Bas und Valentin Dodig haben vier Leistungsträger erklärt, dass sie dies aus persönlichen Gründen ablehnen und dadurch ab sofort nicht mehr im Kader stehen. Man muss die Entscheidungen so akzeptieren, da die Verträge unter anderen Bedingungen unterschrieben wurden“, so Mittelberger.

Neben der detaillierten Ausarbeitung des Trainings- und Spielbetriebs gilt es für Mittelberger und Headcoach Thomas Roijakkers zusätzlich, die entstandenen Lücken im Kader zu füllen. „Es wird sicher nicht einfach sein. Auf den Außenpositionen ist der Markt wesentlich größer als bei einem Center. Es wird nicht einfach sein, die Abgänge qualitativ nachzubesetzen“, erklärt der Lions-Sportchef.

Sicher kein Nachteil ist der Umstand, dass das nächste Heimspiel erst am 21. November geplant ist. Gegner in der Messeballsporthalle sind die Dragonz Eisenstadt.

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