Abruptem Saisonfinale folgt Zwangspause

Sport / 14.11.2020 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Abruptem Saisonfinale folgt Zwangspause
Im Auftaktspiel der Upper Austria Ladies in Linz gegen die Rumänin Sorana Cirstea erlitt Julia Grabher einen Riss der Peroneussehne an der Wade. GEPA

Sechswöchige Reha für Julia Grabher wegen Riss der Peroneussehne am Sprungelenk.

Dornbirn Gemessen an der Anzahl der Turnierteilnahmen war es ihre kürzeste, zugleich aber auch von der finanziellen Ausbeute die ertragreichste Spielperiode seit ihrem Einstieg 2014 in den Profitennissport. Trotzdem geht die siebte Saison für Vorarlbergs Tennisass Julia Grabher mit viel Wehmut zu Ende. Beim Saisonfinale bei den Upper Austria Ladies in Linz musste die 24-jährige Dornbirnerin in der Partie gegen die Rumänin Sorana Cirstea bei einer Führung von 3:2 wegen einer Blessur am Sprunggelenk aufgeben. „Bei einem Richtungswechsel bin ich mit dem rechten Fuß hängengeblieben. Ich habe sofort gespürt, dass es etwas Gröberes ist“, erklärt die regierende Staatsmeisterin, die dank einer Wildcard im Hauptbewerb des mit 225.500 US-Dollar Preisgeld dotierten Turniers stand. Bei einer Kernspinuntersuchung wurde ein Riss der Peroneussehne an der Wade diagnostiziert.

Zumindest in den nächsten sechs Wochen wird die HLSZ-Athletin viel Zeit in der Reha sowie beim Physiotherapteuen verbringen. „Die vollständige Gesundung hat auf jeden Fall oberste Priorität. Dass deshalb mein eigentlicher Jahresurlaub ins Wasser fällt, ist das Los eines Profisportlers.“

Abruptem Saisonfinale folgt Zwangspause
Bei der Freiluftstaatsmeisterschaft im Juli in Oberpullendorf holte sich Julia Grabher nach 2014 zum zweiten Mal die nationale Krone. GEPA

Obwohl die Nummer 236 im aktuellen WTA-Ranking in diesem Kalenderjahr durch die Coronapandemie zwischen Ende Februar und Ende August kein Turnier spielen konnte, und speziell durch die Absagen der Mannschaftsmeisterschaften in der Schweiz und Deutschland finanzielle Einbußen in Kauf nehmen musste, gab es mit rund 40.000 Euro Preisgeld, allerdings vor Abzug der Steuern, das erfolgreichste Jahr der Karriere.

Herausragende Platzierungen waren die Veirtelfinalteilnahme bei den 25.000-Dollar-Turnieren in Trnava,Tarvis und Grado. Großes Ziel ist und bleibt der erstmalige Einzug in den Hauptbewerb bei einem Grand-Slam-Turnier. In diesem Jahr schied Grabher bei den Australian Open in der ersten sowie French Open in der zweiten Runde der Qualifikation aus.

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