Schule nähert sich dem Vollbetrieb

VN / 23.04.2021 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schule nähert sich dem Vollbetrieb
Präsenzunterricht im Schichtbetrieb und in kleinen Gruppen: Das galt bisher in der Sekundarstufe. Jetzt sollen wieder mehr ganze Klassen zusammenkommen dürfen. APA

Im Sekundarbereich dürfen ganze Klassen mit nicht mehr als 18 Schülern wieder gemeinsam in Präsenzunterricht.

Wien Im Schulbetrieb stehen Änderungen bevor. Ein aktueller Erlass des Bildungsministeriums erlaubt mehr Spielraum. So ist nicht nur in Abschlussklassen von höheren Schulen wieder Vollbetrieb erlaubt, sondern auch in Polytechnischen Schulen und Berufsschulen. Ebenso dürfen alle Klassen der Sekundarstufe I und II mit weniger als 18 Schülern vollständig in den Unterricht zurück. Volksschulen befinden sich bereits in durchgängigem Präsenzbetrieb. 

Organisiert in zwei Gruppen

Grundsätzlich gilt weiter: An Mittelschulen und Unterstufen soll der Unterricht in zwei Gruppen organisiert sein. Neu ist: Durchgängiger Präsenzunterricht ist erlaubt, wenn die Klassengröße weniger als 18 Schülerinnen und Schüler umfasst oder die Schüler vor dem Übertritt in eine andere Schulart stehen. Das betrifft die 8. Schulstufe (Mittelschule/Unterstufe) sowie Sonderschulen. 

Voraussetzung für den Besuch des Präsenzunterrichts bleibt die Teilnahme an den Selbsttests. Wer nicht testen möchte, muss zu Hause bleiben. Lehrer müssen sich entweder einmal pro Woche in einer Teststation testen oder eine FFP2-Maske tragen. Auch für die Schüler gilt eine Maskenpflicht: In der Volksschule reicht ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) abseits des eigenen Platzes, in der Unterstufe ist durchwegs ein MNS zu tragen, in der Oberstufe eine FFP2-Maske. Das gilt auch bei der Matura: Neben der Maske ist ein Selbsttest am Prüfungstag Pflicht. Alternativ kann ein Testergebnis aus einer Teststation vorgelegt werden. Es darf maximal 48 Stunden alt sein. 

Während mehrtägige Schulveranstaltungen bis Ende des Schuljahres untersagt bleiben, sind eintägige Veranstaltungen laut Erlass „unter strikter Einhaltung der notwendigen Hygienebestimmungen und Durchführung einer Risikoabwägung“ wieder erlaubt. „Praktische Übungen zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung sowie die Ablegung der freiwilligen Radfahrprüfung sind möglich. Dafür ist jedoch ein Hygiene- und Präventionskonzept zu erarbeiten und umzusetzen.“ Was die Buchung mehrtägiger Schulveranstaltungen betrifft, erinnert das Ministerium daran, dass der Ausfall-Härtefonds für das Schuljahr 2021/22 nicht mehr zur Verfügung steht. „Für das nächste Schuljahr sind die Stornobedingungen zu beachten.“