Schutzhütten sind bereit für den Sommer

VN / 07.06.2021 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schutzhütten sind bereit für den Sommer
So sieht es im Sommer aus, jetzt liegt rund um das Freschenhaus noch zu viel Schnee. VN/GASSER

Unterschiedliche Öffnungszeiten sind dem Wetter geschuldet.

gaschurn Der Sommer kann kommen, auch für die knapp 30 Schutzhütten im Land. Die Öffnungstermine variieren allerdings, was unter anderem auch der Schneelage geschuldet ist. So sperrt etwa das Freschenhaus am 18. Juni und damit eine Woche später als geplant auf. “Zu viel Schnee”, sagt Zita Eberhard, die mit ihrer Familie das Freschenhaus in den 12. Sommer führt. Die auf 2320 Metern Seehöhe gelegene Heilbronner Hütte steigt zur gleichen Zeit in die Sommersaison ein, dabei handelt es sich jedoch um einen regulären Start. Vorher heißt es aber noch, die Zufahrtswege von der reichlich gefallenen weißen Pracht zu räumen. „Die Schneefräse geht am Donnerstag in den Einsatz”, erzählt Olivia Immler. Sie hat die Heilbronner Hütte von ihrem Vater, Fredy Immler, als Pächterin übernommen. Die junge Frau geht zuversichtlich in die Saison: “Wir sind froh, überhaupt wieder arbeiten zu können”, berichtet sie von einem vergangenen Sommer, der aufgrund von Reisewarnungen und frühem Wintereinbruch relativ kurz ausgefallen ist.

Beim Österreichischen Alpenverein (ÖAV) regiert insgesamt die Hoffnung, dass es “ein wirtschaftlich tragbarer Sommer wird”, wie Peter Kapelari, Leiter der Hütten-Abteilung, unlängst kundtat. Derzeit würde an einem Corona-Präventionskonzept gearbeitet, das „in etwa so aussehen wird wie im Vorjahr. Nur mit mehr Abstand und dem Tragen von Masken“. Unklar ist bislang, wie die angekündigte Registrierungspflicht umgesetzt werden soll. „Zettelwirtschaft darf es keine werden.” Auch zum Testkonzept gibt es offene Fragen. Kapelari: „Die negativen Nachweise dürfen nicht älter als 48 Stunden sein. Viele sind aber über mehrere Tage in den Bergen unterwegs. Möglicherweise wird auf unter Aufsicht durchgeführte Selbsttests gesetzt.“

Selbsttest selbst mitbringen

Auf der Webseite der Saarbrücker Hütte, die am 1. Juli öffnet, wird die Mitnahme von Selbsttests bei längerem Aufenthalt verlangt. Zudem sind Übernachtungen nur mit vorheriger Reservierung möglich. Ebenfalls mitzubringen ist neben eigenen Masken auch ein Schlafsack. Die Hütte selbst darf aus Hygienemaßnahmen keine Decken zur Verfügung stellen.

Auf der Heilbronner Hütte wurden im Zuge der Coronapandemie die Massenlager abgeschafft. Es stehen 134 Schlafplätze in Zimmern zur Verfügung. Am Schnittpunkt des Transalp, einer bei Mountainbikern beliebten Alpenüberquerung gelegen, mangelt es der Hütte nicht an Zulauf. “Nach dem deutschen Einreiseverbot im Herbst gab es sehr viele Absagen”, berichtet Olivia Immler. Für heuer ist sie zuversichtlich, ebenso wie Zita Eberhard vom Freschenhaus. Im vergangenen Jahr habe es sehr viel Unsicherheit bei den Wanderern gegeben. “Es waren zwar viele am Berg, aber es sind auch viele an der Hütte vorbeigegangen.”

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