Viel Lob aus Wien für die Modellregion

VN / 02.07.2021 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viel Lob aus Wien für die Modellregion
ÖVP- Gesundheitssprecherin Gabriele Schwarz war zu Gast bei den VN. VN/LERCH

ÖVP-Nationalrätin Gabriele Schwarz setzt auf Impfung gegen die Delta-Variante.

Schwarzach Es wird gelockert, und alle drängt es wieder hinaus. Politiker machen da keine Ausnahme. Gabriele Schwarz (58), Nationalratsabgeordnete, Gesundheitssprecherin und stellvertretende Generalsekretärin der ÖVP, nutzte die wiedergewonnene Freiheit für eine Bundesländertour, die sie am Donnerstag mit einem Abstecher nach Vorarlberg und Lob für die Modellregion beendete. Vorarlberg sei mit großer Vorsicht, aber auch sehr viel Hausverstand an die Sache herangegangen. „Die Entscheidungen, die getroffen wurden, waren absolut in Ordnung“, sprach Schwarz von einem Vorzeigeprojekt und einer Topleistung.

Sie kann auch die von der Bundesregierung großzügig gesetzten Öffnungsschritte mittragen. „In erster Linie merke ich eine große Erleichterung bei allen“, erklärte Gabriele Schwarz im VN-Gespräch. Die Delta-Variante? Ja, die gelte es zu beobachten und die Entwicklung mit Experten sorgfältig zu evaluieren. Schwarz sieht keinen Grund zur Panik: „Was uns vom vorigen Sommer wesentlich unterscheidet ist die Tatsache der Impfung.“ Gehe es damit sukzessive weiter, „was wir alle hoffen“, sei das eine gute Möglichkeit, auch mit der Delta-Variante zurechtzukommen.

Jugendimpfung

Mit Blick auf das neue Schuljahr hofft die ÖVP-Gesundheitssprecherin, dass sich auch die Jugend impfen lässt. Der Skepsis soll laut Schwarz mit Kommunikation und vernünftigen Argumenten begegnet werden. „Die von der EMA überprüften und zugelassenen Impfstoffe sind sicher. Das ist die Botschaft, die wir guten Gewissens vor uns hertragen können“. Problematisch sei das, was im Netz kursiere. „Ich verlasse mich da aber auf die Vernunft der jungen Menschen, denen kann man mehr zutrauen, als so mancher es glaubt.“

Mehr Selbstbewusstsein

Ein Thema, das ihr laut eigenem Bekunden ebenfalls unter den Nägeln brennt, aber immer noch in der Warteschleife hängt, ist das verpflichtende Pensionssplitting. Gabriele Schwarz räumt ein, dass die Frauenministerin da schon einige Dinge in die Hand genommen habe, aber: „Da ist noch einiges zu tun“, spricht sie vor allem Bewusstseinsbildung bei Männern an. „Dass die Väterkarenz noch immer nicht selbstverständlich ist, stört mich.“ Gleichzeitig müssten Frauen in manchen Bereichen ihr Selbstbewusstsein besser zur Schau stellen. Schwarz: „Frauen sind keine Bittstellerinnen, sie leisten Enormes und sollten dafür auch adäquat bezahlt werden.“