Eidgenössische Festspiele am Rankler Baggersee

Sport / 11.07.2021 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eidgenössische Festspiele am Rankler Baggersee
Eine Weltklasseathletin ohne Starallüren: 2012-Olympiasiegerin Nicola Spirig nahm beim Zieleinlauf die Glückwünsche der Fans entgegegen. VN/SAMS

Triumphe für Nicola Spirig und Max Studer beim Trans Vorarlberg.

Rankweil Der Mut, etwas Neues zu probieren, hat sich gelohnt und alle Erwartungen übertroffen. Bei perfekten äußeren Bedingungen ging zum zehnjährigen Jubiläum der Trans Vorarlberg Triathlon über die Bühne. Statt des Schwimmbewerbes im Bodensee, des Höllenritts auf dem Rad quer durch den Bregenzerwald und des Geländelaufs in Lech wurde in Rankweil eine Lightversion über die olympischen Distanzen mit 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und zwölf km Laufen durchgeführt. „Die Resonanz ist absolut überwältigend. Besonders die Umgebung und die positive Stimmung bei den Fans haben sowohl den Topathleten als auch den Amateuren extrem getaugt“, betont Jürgen Schatzmann, der am Wettkampftag den außer Landes befindlichen OK-Chef Tom Kofler vertrat.

Eidgenössische Festspiele am Rankler Baggersee
2021-Europameister und Olympiastarter Max Studer feierte wie erwartet einen überlegenen Start-Ziel-Sieg in Rankweil. VN/Sams

Auf sportlicher Ebene gaben wie erwartet die Schweizer Asse den Takt vor. Nicola Spirig, 20212 Olympiasiegerin und vor vier Jahren in Rio Zweite, diktierte wie beim Gewinn des EM-Titels auf der Sprintdistanz vor zwei Wochen in Kitzbühel von Beginn an das Geschehen. Mit dem Topmarken in allen drei Disziplinen überquerte die 39-jährige Bülacherin nach 1:54:54,3 Stunden freudestrahlend die Ziellinie. „Es war ein perfekte Vorbereitung auf den Start in Tokio. Es war eine tolle Veranstaltung mit einer super Unterstützung der Fans“, betonte Spirig, die in der Overallwertung aller 121 Teilnehmer die fünftschnellste Zeit markierte. Hinter Spirig folgen die Deutsche Lena Berlinger und die Zillertalerin Lisa-Maria Dornauer. Schnellste Vorarlbergerin war als Viertplatzierte Sabine Buxhofer.
Bei den Herren war es mit Max Studer ebenfalls ein regierende Europameister aus der Schweiz, der sich mit einem Start-Ziel-Sieg in die Bestenliste eintrug. Der 25-Jährige steig als Erster aus dem Wasser, markierte die zweitbeste Rad- und schnellste Zeit im Laufen und kam nach 1:45:08,3 Stunden in Ziel. 4:24,6 Minuten dahinter folgte der Dornbirner Martin Bader. „Ich habe versucht, so lange wie möglich an Max dranzubleiben. Doch ich musste schnell erkennen, dass er in einer anderen Liga spielt. Trotzdem bin ich mit meiner Platzierung sehr zufrieden“, erklärte der 29-jährige Bader. Rang drei belegte der beim hellblau.Powerteam gemeldete Deutsche Andreas Jung. Top auch der Bludenzer Moritz Meier, der leidglich 13:10,3 Minuten auf Studer verlor und Neunter wurde.

Siegerpodest fest in Vorarlberger Hand

Beim Rad Haus Rankweil Sprinttriathlon über die Distanzen 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und fünf km Laufen präsentierte sich die aufstrebenden junge Garde des Vorarlberger Tirathlonverbands (VTRV) von ihrer besten Seite und bestätige die gute Arbeit im heimischen Fachverband. Bei den Damen gab es durch Larissa Burtscher, Sarah Hämmerle und Anja Sorger einen Ländle-Dreifacherfolg und auch bei den Herren standen mit Michael Ziegler, Jakob Meier und Noah Künz drei VTRV-Athleten auf dem Siegerpodest.

Eidgenössische Festspiele am Rankler Baggersee
Die Top-3-Damen aus Vorarlberg im Sprinttriathlon (v. l.): Sarah Hämmerle, Larissa Burtscher und Anja Sorger. VN/Sams
Eidgenössische Festspiele am Rankler Baggersee
Die Top-3-Herren im Sprinttriathlon (v. l.): Jakob Meier, Michael Ziegler und Noah Künz. VN/Sams