Über 60 Infizierte: Pandemie hält Arlberg auf Trab

VN / 03.01.2022 • 16:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Über 60 Infizierte: Pandemie hält Arlberg auf Trab
Nicht nur Hotel- und Lokalbetreiber hält die Pandemie in Lech und Zürs am Arlberg in Atem. Auch die Polizei hatte zuletzt mit einem Großaufgebot die Einhaltung der Coronamaßnahmen kontrolliert. VN/Walser

Corona sorgt für vorübergehend geschlossene Lokale am Arlberg und stellt die Macher des Wintertourismus vor neue und große Herausforderungen.

Lech So wie in einigen anderen Skiregionen des Landes hält die Pandemie und möglicherweise auch das sich rasant ausbreitende Virus Omikron die Arlberger in Atem. Dabei werden Hotel- und Lokalbetreiber vor bislang noch nicht gekannte Herausforderungen im Hinblick auf die Einhaltung der Maßnahmen gestellt.

Einerseits gilt es darauf zu achten, dass unter den Mitarbeitern kein Cluster ausbricht, und andererseits muss die Gästeschar geschützt werden. “Wir wollen auf keinen Fall zu einem Ischgl werden und müssen alles unternehmen, damit dies nicht doch passiert”, meinte ein Hotelier, der seinen Namen freilich nicht in der Zeitung lesen wollte. Auch Tourismusdirektor Hermann Fercher ist die derzeitige Situation bewusst. Zumal einige Lokale, darunter beispielsweise die beliebte Schneggarei oder das Restaurant Fux wegen Coronafällen im Mitarbeiterstab vorübergehend ihre Rollladen herunterlassen mussten.

Mehr als 60 Infizierte

Immerhin weist Lech laut Coronadashboard des Landes am Montagabend die vergleichsweise hohe Zahl von 61 Infizierten auf. Der Wendepunkt ist jedoch noch nicht erreicht: Am Dienstagmittag (12 Uhr) vermeldet das Land bereits 66 akut Infizierte. In dieser Zahl sind auch auch die in Lech gemeldeten Mitarbeiter in Hotels und Restaurants inkludiert. Die 7-Tage-Inzidenz lag am Montagabend bei 3129 und ist damit die höchste in Vorarlberg. Bei der Inzidenz wird zur Berechnung jedoch nur die Meldebevölkerung herangezogen – durch die Wintergäste ist die faktische Einwohnerzahl Lechs angestiegen.

"Auch in Coronazeiten muss Tourismus möglich sein", betont Tourismusdirektor Hermann Fercher.
"Auch in Coronazeiten muss Tourismus möglich sein", betont Tourismusdirektor Hermann Fercher.

“Corona und die Maßnahmen zählen zum Alltag, wir versuchen mit dem Thema so gut wie möglich umzugehen und mit Optimismus an die Sache heranzugehen”, sagt Fercher im VN-Gespräch. Das Motto in Lech laute: “Auch in Coronazeiten muss Tourismus möglich sein.” Lech und Zürs würden sich sich trotz Pandemie großer Beliebtheit bei den Gästen erfreuen, betont Fercher und verweist auf “sehr gute Auslastung zu Weihnachten und Neujahr”. Viele Gäste würden die sorgfältige Kontrolle der Masken- und 2G- Auflagen loben. “Jedenfalls bewerten wir die Öffnung der Wintersaison als sehr positiv und das nicht nur aus finanzieller Sicht.” Das Aufsperren habe geholfen, Mitarbeiter zu halten “und der Psyche der Unternehmer gut getan”.

Quarantänequartiere für Gäste

“Aktuell sind wir in enger Abstimmung mit der Landesinfektionsleitstelle, um Gäste zu unterstützen, die aufgrund eines Absonderungsbescheides in Quarantäne gehen müssen und ein Quarantänequartier benötigen”, schildert Fercher. “Diese Unterstützung am Gast übernimmt Lech Zürs Tourismus. Alle Hoteliers und Gastronomen verhalten sich nach unserer Ansicht vorbildlich.” Die Buchungslage nach dem 10. Jänner entspanne sich, ähnlich einem normalen Winter. In der Rennwoche „Weißer Ring“ verbessere sich die Auslastung wieder. Und für Februar, März sowie April und Ostern gibt sich der Tourismusdirektor ebenso optimistisch: “Je nach Pandemielage sind wieder sehr gut gebucht.”

Testangebot wird gut angenommen

Und was das Testangebot am Arlberg anbelangt, stehen nach Meinung Ferchers Lech und Zürs an vorderster Stelle: “In der Hochsaison konnte und kann man täglich testen. Nicht nur im Sportpark Lech, sondern auch in der Trittkopfbahn in Zürs. Und die Testteams kommen auch, je nach Bedarf ab zehn Personen, ins Haus. Jedenfalls zeigen sich alle Gäste vom Testangebot angetan und nehmen den Service sehr gut an.”

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