100 Bäume müssen in Bregenz gefällt werden

VN / 05.01.2022 • 14:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Fuße des Gebhardsberg bei Bregenz müssen Eschen, Ulmen und überalterte Buchen und Nadelbäume gefällt werden. <span class="copyright">Wildbach u. Lawinenverbauung</span>
Am Fuße des Gebhardsberg bei Bregenz müssen Eschen, Ulmen und überalterte Buchen und Nadelbäume gefällt werden. Wildbach u. Lawinenverbauung

Große Baumfällaktion unterhalb des Gebhardsberg startet am kommenden Montag.

Bregenz Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ein Team von erfahrenen Baumfällspezialisten wird ab kommenden Montag rund 100 Bäume unterhalb des Gebhardsberg fällen.

Die absterbenden Eschen, Ulmen sowie überalterte Buchen und Nadelbäume drohen umzustürzen. „Aufgrund des Eschensterbens und den Folgeerkrankungen stellen die Bäume eine Gefährdung für die darunterliegende Infrastruktur und Gebäude dar“, so Gerald Jäger, Gebietsbauleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung. Durch den Pilzbefall von Wurzeln und des Wurzelstocks sei die Standfestigkeit der Bäume stark beeinträchtigt und es bestehe akute Bruchgefahr. „Befallen Bäume können auch ohne Windeinwirkung plötzlich umfallen“, so Jäger weiter.

Gerald Jäger, Gebietsleiter Wildbach- und Lawinenverbauung: "Befallene Bäume können auch ohne Windeinwirkung plötzlich umfallen."<span class="copyright"> VN/Steurer</span>
Gerald Jäger, Gebietsleiter Wildbach- und Lawinenverbauung: "Befallene Bäume können auch ohne Windeinwirkung plötzlich umfallen." VN/Steurer

Die umfangreichen Fällmaßnahmen dienen dem Schutz der L2 und dauern je nach Witterungsbedingungen voraussichtlich drei Wochen. Ausgehend vom Parkplatz des Gebhardsberg sollen mithilfe eines Mobilkrans die ausgewählten Bäume gesichert, gefällt und in der Folge abgetragen werden. Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung heißt es, dass die Arbeiten mit großer Sorgfalt für den verbleibenden Jungbestand durchgeführt würden. Dabei werden aber nicht alle gefällten Bäume abgetragen.

Erkrankte Eschen drohen auch ohne Sturmeinwirkung umzufallen.
Erkrankte Eschen drohen auch ohne Sturmeinwirkung umzufallen.

Neben der Fällung und Bringung werden vereinzelt Bäume als Querfällung zur Verminderung des Schneeschubs im Gebiet belassen. Gleichzeitig sollen neue Bäume gepflanzt werden. „Sofern kein Unterwuchs vorhanden ist, werden Ersatzpflanzungen von standortgerechten heimischen Baumarten erfolgen“, beschreibt Gerald Jäger das Vorhaben, das als gemeinschaftliches Projekt der Stadt Bregenz, dem Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung und dem Landesforstdienst umgesetzt wird.

Verkehrsbehinderungen auf L2

Verbunden mit den umfangreichen Arbeiten sind zeitweise Vollsperrungen der L2 Langenerstraße (Kilometer 1,2 bis 1,6). Diese seien aus Sicherheitsgründen notwendig und dauern jeweils von Montag bis Samstag von 8 bis 16.30 Uhr. Außerhalb der Arbeitszeiten ist die Landesstraße für den Verkehr frei. Die Vollsperrung werde zudem bei schlechter Witterung, die sichere Fällarbeiten unmöglich mache, ausgesetzt. Sperren und Umleitung sind vor Ort ersichtlich.

Verkehrsbehinderung wegen Fällarbeiten auf der L2 ab 10. Jänner, Vollsperre von 8 bis 16.30 Uhr (werktags). Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Wochen.

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