Blitzeis legte Verkehr im Kleinwalsertal lahm

VN / 07.01.2022 • 11:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Blitzeis legte Verkehr im Kleinwalsertal lahm
An Heilig Drei König verwandelten sich die Straßen im Kleinwalsertal zu einem seifenglatten Untergrund. symbol/dpa

Spiegelglatte Fahrbahn sorgte für massiven Stau im Grenzverkehr.

Hirschegg „Achtung, schön langsam!“ hieß es am Donnerstag in der Zeit zwischen 16.30 und 20.45 Uhr im Grenzgebiet Kleinwalsertal und Allgäu. Es kam zu einem massiven Verkehrsrückstau in das und aus dem Kleinwalsertal. Der Verkehr wurde in dieser Zeit auf Grund von plötzlicher Blitzeisbildung komplett lahmgelegt.

15 Kilometer Stau

Da auch der Skiabereiseverkehr in vollem Gange war, kam es von Oberstdort bis Hirschegg zu einer etwa 15 Kilometer langen Staubildung. Die Stauauflösung verzögerte sich massiv, da die deutschen Streufahrzeuge auf Grund von quer stehenden Fahrzeugen nicht sofort zur Gefahrenstelle vorrücken konnten.

Risiko Blitzeis

Blitzeis oder Eisregen entsteht, wenn Regen oder Nebel auf eine gefrorene Fahrbahn treffen. Die Folge: Das Wasser gefriertsofort und bildet eine harte, glasige, zusammenhängende Eisschicht. Besonders groß ist die Gefahr von Blitzeis an schattigen Orten etwa in Wäldern oder auf Brücken, wo die Straße der Witterung besonders stark ausgesetzt ist. Nicht überall weisen Schilder auf die Gefahr hin. Das Tückische an überfrierender Nässe: Die Eisschicht ist kaum zu erkennen und tritt plötzlich auf. Nebel und Raureif auf Bäumen können jedoch Hinweise darauf sein, dass Blitzeis droht.

Autofahrer sollten sich rechtzeitig vor Fahrtantritt über die aktuellen Straßenmverhältnisse informieren. Sehr kritisch sind Tage mit schwankenden Temperaturen um den Gefrierpunkt. Durch das wechselnde Tauen und Frieren ändert sich die Fahrbahnbeschaffenheit ständig. Winterreifen, Antiblockiersystem (ABS), Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) oder auch Ketten helfen nicht mehr, wenn Blitzeis die Straße zur Rutschbahn macht. Wird im Radio vor Blitzeis oder Eisregen gewarnt, ist es besser, das Auto stehen zu lassen und die Fahrt zu verschieben. 

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