Wo die ASFINAG 43 Millionen investieren will

VN / 21.02.2022 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wo die ASFINAG 43 Millionen investieren will
Zwei neue Parkplätze entlang der Walgauautobahn sollen über 80 Lkw-Stellplätze sichern.

Die Walgauautobahn soll generalsaniert werden und zwei neue Rastplätze bekommen.

Schlins/Satteins Entlang der Walgauautobahn (A14) sollen zwei neue Rastplätze entstehen. Die ersten konkreten Pläne dazu präsentierte die ASFINAG bereits im Jahr 2010. Seither floss viel Wasser die Ill hinunter. Erhebungen wurden gemacht und Pläne angepasst. Nun soll der Parkplatz Schlins Ost in Richtung Feldkirch zu einem modernen Rastplatz inklusive Infrastrukturzeile und Ruhezone mit insgesamt 41 Lkw- und 18 Pkw-Stellplätzen erweitert werden. Derzeit stehen dort vier Stellplätze für Lkw und 31 für Pkw zur Verfügung. Als Ausgleich soll auf der Gegenrichtung bei Kilometer 44,30 (Höhe Satteins) ein zweiter Parkplatz mit weiteren 42 Lkw- und 19 Pkw-Stellplätzen entstehen. „Damit können in Summe 75 zusätzliche Lkw-Stellplätze geschaffen werden“, erläutert Alexander Holzedl, Pressesprecher der ASFINAG.

Und diese sind dringend notwendig, wie er weiter ausführt: „Die Stellplätze im Netz der ASFINAG werden aktuell wieder hinsichtlich der Ausbauerfordernisse evaluiert. Fakt ist jedenfalls, dass zusätzliche Stellplätze erforderlich sind und die bestehende Situation insbesondere auch im Sinne der Verkehrssicherheit durch Ausbauten verbessert wird.“ Wie aus den Projektunterlagen hervorgeht, betrug der Auslastungsgrad der Stellplätze in Vorarlberg zuletzt über 200 Prozent.

Satteins wartet Untersuchung ab

Die Unterlagen für den Bau der Rastplätze wurden bereits im Dezember 2019 bei den Behörden eingereicht. Die notwendigen Bewilligungen liegen ebenfalls vor. Einzig die Gemeinde Satteins hat ihre Zustimmung noch nicht gegeben. Im Dezember präsentierte die ASFINAG den Gemeindevertretern ihre Pläne und stellte den Antrag für eine temporäre Grundeinlöse. Denn der Parkplatz Walgau Süd bei Schlins ist bisher nicht an die Strom- bzw. Wasserversorgung angeschlossen. „Die dafür notwendigen Leitungen müssten durch Satteinser Gebiet verlegt werden“, erklärt Bürgermeister Gert Mayer.

Allerdings liebäugelt man in der Gemeinde schon seit Längerem mit einer Lärmschutzwand entlang der Autobahn. „Würde eine solche gebaut werden, müsste mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Mautstelle versetzt werden“, sagt der Bürgermeister. Die Versetzung würde eine Verlegung der entsprechenden Versorgungsleitungen nach sich ziehen – und damit weitere Kosten. Im Zuge der Diskussion um die Errichtung einer Lärmschutzwand und die Aufteilung der dadurch entstehenden Kosten behielt es sich die Gemeinde Satteins vor, den Antrag der ASFINAG abzulehnen, bis die lärmtechnische Untersuchung abgeschlossen sein wird. „Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2022 erwartet. Es wurde vereinbart, dass es danach eine weitere Abstimmung mit der Gemeinde Satteins gibt“, sagt der ASFINAG-Vertreter.

43 Millionen veranschlagt

Aktuell rechnet man mit einem Baubeginn im Jahr 2025. Dann werde zuerst der Parkplatz Walgau Süd bei Satteins gebaut. Anschließend will man den Parkplatz Walgau Nord in Richtung Feldkirch sanieren. Der gegenüberliegende Parkplatz Richtung Bludenz soll zurückgebaut und renaturiert werden. Die Parkplätze sollen 2028 fertig sein. Allerdings plane man im Zuge des Neubaus der Rastplätze auch eine Sanierung der Hauptfahrbahn von Kilometer 42,50 bis 50,70. „Die Sanierungsmaßnahmen der Hauptfahrbahn können aufgrund des großen Bauvolumens nicht parallel umgesetzt werden“, erklärt Alexander Holzedl. Mit der Fertigstellung sämtlicher Bauarbeiten rechnet man daher erst im Jahr 2030.

Insgesamt 16 Millionen Euro (netto) wurden für die Rastplätze Walgau Nord und Süd veranschlagt, wie Alexander Holzedl mitteilt. Für die Sanierung der Hauptfahrbahn wurden weitere 27 Millionen Euro (netto) budgetiert.