Schon eine halbe Million Euro für Ukraine-Hilfe gespendet

VN / 12.03.2022 • 09:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schon eine halbe Million Euro für Ukraine-Hilfe gespendet
Solche Bilder treffen tief ins Herz und machen deutlich, wie wichtig Solidarität ist. AFP

Die Initiative “Vorarlberg hilft” fällt auf fruchtbaren Boden.

Schwarzach Das ist echte Solidarität: Nur zwei Wochen nach dem Start der Initiative „Vorarlberg hilft“ sind auf den beiden Spendenkonten von Caritas und Rotem Kreuz mehr als eine halbe Million Euro eingegangen. Ein erstes von der Caritas betreutes Projekt wurde bereits fixiert.

Die Hilfe aus Vorarlberg wird zur Erstversorgung von ankommenden Flüchtlingen aus der Ukraine in Moldawien eingesetzt. Es wird von rund 2000 Kindern, Frauen und Männern ausgegangen, die in den nächsten Wochen dort eintreffen und Unterstützung benötigen. Weiters werden die dringend benötigten Spendengelder für Auffangzentren der Caritas in der West-Ukraine für aus Städten geflüchtete Menschen verwendet. Sowohl Landeshauptmann Markus Wallner als auch Landesrat Christian Gantner als Koordinator der Aktion zeigen sich tief beeindruckt vom Verlauf der Initiative: „Wir erleben eine enorme Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Dafür ein großes Dankeschön.“

Kräfte gebündelt

Schon kurz nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine hatten sich VN, Landesregierung, Caritas, Rotes Kreuz und Diözese zusammengetan, um die Initiative „Vorarlberg hilft“ zu reaktivieren. Der Aufruf fiel, wie sich jetzt bereits eindrucksvoll zeigt, auf fruchtbaren Boden. Dafür zollt VN-Chefredakteur Gerold Riedmann den Spendern aufrichtigen Respekt: “Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der VN-Leserinnen und VN-Leser. „Vorarlberg hilft” hat in weniger als zwei Wochen bereits eine halbe Million Euro dem Roten Kreuz und der Caritas zur Verfügung gestellt – um Ukrainern direkt im vom Krieg betroffenen Land, aber auch auf der Flucht zu helfen.”

Auch zwei Großspender haben sich eingestellt. Der Rotary Club Vorarlberg gibt 50.000 Euro, die illwerke vkw unterstützen „Vorarlberg hilft“ mit 10.000 Euro. „Die Hilfsbereitschaft der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ist beeindruckend“, lobt illwerke vkw-Vorstandsmitglied Christof Germann den Einsatz der Bevölkerung. Durch die Bündelung der Kräfte in der Aktion „Vorarlberg hilft“ sei außerdem sichergestellt, dass die Hilfe schnell dort ankommt, wo sie am nötigsten gebraucht werde.

Zielgerichtete Hilfe

Rudolf Pfeiffer, Präsident des Rotary Clubs Vorarlberg, schlägt in die gleiche Kerbe. „Hinter dieser Aktion stehen große und in der Ukraine gut vernetzte Organisationen“, weiß er die Spendengelder bestens aufgehoben. Demnächst wird ein Spendenaufruf auch an die anderen Rotary Clubs in Vorarlberg gehen. „Geldspenden sind in der gegenwärtigen Situation die beste Möglichkeit, zu helfen“, sagt Pfeiffer. Landesrat Christian Gantner teilt diese Meinung: „Mit finanziellen Mitteln kann zielgerichtet Unterstützung geleistet werden.“ Als Beispiel nennt er die Anschaffung von konkret benötigten Hilfsgütern. „Und wir arbeiten mit erfahrenen Partnern vor Ort“, betont Gantner.

So verbindet die Caritas mit den Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine eine fast 30 Jahre bestehende Zusammenarbeit. Das Österreichische Rote Kreuz kann ebenfalls auf eine langjährige Partnerschaft mit dem Ukrainischen Roten Kreuz verweisen. Aktuell sind alle Aktivitäten auf die akute Nothilfe konzentriert. Gemeinsam mit der Internationalen Föderation (IFRC) werden groß angelegte und koordinierte Hilfsgüterlieferungen, unter anderem Hygienepakte und Lebensmittel, für die Menschen auf der Flucht in der Ukraine und den Nachbarländern durchgeführt. Das Rote Kreuz Vorarlberg leistet Hilfe für vertriebene Menschen im Land. Dazu gehört die Führung der eingerichteten Großquartiere, die Erstversorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Hygienekitts, Decken und mehr.

Spendenkonten: Caritas – IBAN: AT32 3742 2000 0004 0006 „Ukraine-Nothilfe“; Rotes Kreuz Vorarlberg – IBAN: AT84 3742 2000 0014 3248 „Vorarlberg hilft“