Die Gemeinde Mäder hat einen neuen Plan

VN / 01.04.2022 • 16:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der REP bildet die Grundlage für die Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung sowie für anstehende Projekte in Mäder.  <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Der REP bildet die Grundlage für die Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung sowie für anstehende Projekte in Mäder.  VN/Stiplovsek

Überarbeiteter Räumlicher Entwicklungsplan wurde bei der jüngsten Stadtvertretersitzung beschlossen.

Mäder Die Gemeinde Mäder ist aufgrund ihrer Lage und der hohen Lebensqualität eine der am stärksten wachsenden Gemeinden Vorarlbergs. Daher wird in der Kummenberggemeinde auch besonderes Augenmerk auf eine zukunftsfähige Entwicklung gelegt und in dieser Hinsicht wurde in den letzten Monaten auch der Räumliche Entwicklungsplan (REP) erstellt.

Einwände von Sachverständigen

Der REP ist das Leitbild einer Gemeinde und beinhaltet Handlungshinweise für Projekte einer Gemeinde und bietet somit den Rahmen und die Grundlage für Projekte und Planungen in der Gemeinde. Dazu wurde die räumliche Entwicklung im Zuge des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) unter Einbeziehung der Bevölkerung erarbeitet, wobei die finale Ausarbeitung in den letzten Monaten infolge der Coronapandemie im Bauausschuss erfolgte. Für einen Teilbereich an der Schweizerstraße war zudem die Durchführung einer strategischen Umweltprüfung (SUP) erforderlich, welche auch nach dem Beschluss in der Gemeindevertretung im vergangenen Herbst dem Land vorgelegt wurde.

„Einwände verschie­dener Sachverständiger machten in weiterer Folge Verbesserungen in einigen Bereichen, wie begrünte Flachdächer, reduzierte Beleuchtung, Vogelschutz oder Freiflächen entlang der Widmungsgrenze zum Wohngebiet, notwendig. Diese Einwände wurden dann auch eingearbeitet“, erklärt Bürgermeister Rainer Siegele. Da somit auch alle erforderlichen Zustimmungen vorlagen, konnte der REP bei der vergangenen Sitzung der Mäderer Gemeindevertretung vorgelegt und beschlossen werden.

Umlegung Schweizerstraße

Im Zuge der Erstellung des Räumliche Entwicklungsplanes für die Gemeinde und der erforderlichen strategischen Umweltprüfung (SUP) war auch die Umwidmung der Umlegung Schweizerstraße notwendig. Hier soll ein neues Betriebsgebiet entstehen. Die VN-Heimat hat berichtet. Dementsprechend wurde das Gebiet von Baubetriebsgebiet Erwartung (BB1) in Baubetriebsgebiet (BB1 für Betriebe, die keine wesentliche Störung für die Umgebung verursachen) umgewidmet. Außerdem wurde im Zuge der Gemeindevertretungssitzung beschlossen, dass Wohnungen, Gebäude für Sport- und Freizeit­zwecke sowie Gebäude für Zwecke des Handels nicht errichtet werden dürfen. „Die Umwidmung ist auf sieben Jahre befristet. Sollten die Grundstücke in dieser Zeit nicht bebaut werden, wird die Widmung rückgängig gemacht“, erklärt dazu Gemeindechef Siegele.

Für die im Seelehen und Im Waul von der Umlegung betroffenen Grundstücke wurde beschlossen, bei den im Tauschwege an Privateigentümer übergebenen Flächen die Vorbehaltswidmung zu streichen. Für die Flächen, die nun im Besitz der Gemeinde Mäder sind, wurde eine Vorbehaltsflächenwidmung erlassen. MIMA