Beim Emmebach blieb kein Stein auf dem anderen

VN / 09.04.2022 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Emmebach blieb kein Stein auf dem anderen
Neben dem renaturierten Emmebach wurde auch ein asphaltierter Radweg errichtet.Mäser

Zweiter Teilabschnitt des Renaturierungsprojekts in Altach fertiggestellt.

Altach Im Jänner 2021 starteten die Arbeiten für das Natur- und Hochwasserschutzprojekt in Altach. Seither wird der Emme- oder „Hobbach“, wie er im Volksmund heißt, auf einer Länge von 2,5 Kilometern renaturiert. Neben der Schaffung von intakten Gewässerräumen soll dabei auch ein Erholungsraum für die Bevölkerung und mehr Sicherheit von Siedlungsgebieten geschaffen werden. Da jeweils nur während der vegetationsarmen Jahreszeiten – sprich Herbst und Winter – gebaut werden darf, wird sich die Fertigstellung des Projektes „Renaturierung Emmebach“ noch bis ins Frühjahr 2024 ziehen.

Trockenstandorte

Nachdem sich die erste Etappe der Emmebach-Revitalisierung vom Absperrbauwerk der Rückhalteanlage Koblacher Kanal (Schleuse Rheinauen) bis knapp zur Autobahnüberführung Wiesstraße in Altach erstreckte, wurde in den vergangenen Monaten das gesamte Flussbett von der Autobahnüberführung Wiesstraße, vorbei am Stadion Schnablholz weiter bis zur südlichen Gemeindegrenze revitalisiert und stellenweise ausgeweitet. Zusätzlich wurde eine standortgerechte Kiessohle eingebaut sowie Feuchtbiotope geschaffen und an geeigneten Böschungsbereichen Trockenstandorte für Tiere, besonders Insekten errichtet.

Für eine bessere Beschattung wurden Bäume und Sträucher gepflanzt.  <span class="copyright">Mäser</span>
Für eine bessere Beschattung wurden Bäume und Sträucher gepflanzt. Mäser

In weiterer Folge wurden auch Baumstrünke des alten Baumbestandes in das Bachbett eingearbeitet und mit zahlreichen Verschwenkungen im Verlauf des Emmebachs konnte die Fließgeschwindigkeit des Gewässers deutlich minimiert werden. Ebenso wurden mehrere, in die Jahre gekommene Betonbrücken entfernt und durch sogenannte Furten ersetzt. Wie schon im ersten Bauabschnitt zwischen der Schleuse beim Erholungszentrum Rheinauen und der Autobahnüberführung Wiesstraße wurden für eine bessere Beschattung auch beim zweiten Abschnitt geeignete Bäume und Sträucher wie Silberweiden oder Schwarzerlen gepflanzt.

Anbindung an das Radwegenetz

Gemeinsam mit der ökologischen Aufwertung des Emmebachs wurde entlang des Ufers von der Schleuse Hohenems bis zum Stadion Schnabelholz auch ein Rad- und Fußweg errichtet. „Mit der Asphaltierung des Radweges konnte der laufende Abschnitt beendet werden. Fahrradfahrern und Fußgängern bietet sich damit eine tolle Infrastruktur, welche sehr gut angenommen wird“, so Bürgermeister Markus Giesinger bei einem Lokalaugenschein. Der Radweg verfügt über eine Anbindung ans Vorarlberger Radwegenetz sowie über einen barrierefreien Zugang zur Gemeinde Altach. MIMA

Fahrradfahrern und Fußgängern bietet sich eine tolle Infrastruktur.

Markus Giesinger, Bürgermeister
Markus Giesinger ist Bürgermeister der Gemeinde Altach.
Markus Giesinger ist Bürgermeister der Gemeinde Altach.

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