Ein Schüleraustausch der besonderen Art

VN / 09.04.2022 • 13:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein Schüleraustausch der besonderen Art
Schüler aus Feldkirch und La Réunion im Austausch. Heilmann

Gymnasium Schillerstraße im regen Austausch mit der französischen Insel La Réunion.

FELDKIRCH, LES AVIRONS La Réunion, die paradiesische Insel im Indischen Ozean, hat auf den ersten Blick nicht viel mit Vorarlberg gemeinsam. Bei der näheren Betrachtung zeigen sich aber dennoch Parallelen: So hat die Insel in etwa die gleiche Größe wie Vorarlberg, allerdings leben dort doppelt so viele Menschen. Es gibt noch eine starke Verbindung. Zwei Schulklassen des Gymnasiums Schillerstraße in Feldkirch pflegen einen regen Austausch mit Schülern von der Insel.

Nachhaltiges Miteinander

Seit dem Schuljahr 2019/20 verfolgen die Klassen 7d/e und 8a des Gymnasiums Schillerstraße mit dem Gymnasium Antoine de Saint-Exupéry in Les Avirons auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Réunion ein gemeinsames Projekt. Im Rahmen dieses Projekts werden Themen wie Lebensqualität, Biodiversität und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gestellt.

Initiiert wurde diese spannende Kooperation der beiden Schulen von den Pädagogen Eva Rosino-Dür und Martin Dür. Im Sommer 2021 reisten Schülerinnen aus Feldkirch zur Studienreise nach Réunion. Diese Woche fand nun der langersehnte Gegenbesuch einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus La Réunion statt, die mit großer Freude Vorarlberg kennenlernen und mit vollem Engagement mit den Klassen des BRG/BORG Schillerstraße zusammenarbeiten.

Die Projektverantwortlichen Eva Rosino-Dür, Stephane Fossard, Martin Dür und Pascale Payet. 
Die Projektverantwortlichen Eva Rosino-Dür, Stephane Fossard, Martin Dür und Pascale Payet. 

Diverse Themen behandelt

In den Fächern Geografie und Französisch befassten sich die Schüler mit dem Leben der jeweils anderen Seite, also auf Réunion wie auch in Vorarlberg. Zum Thema Plastikmüll und Nachhaltigkeit wurden Tetra Paks bemalt. „There is no planet b“, „Wir sind im selben Boot“ und „The snow must go on” lauteten ein paar der Mottos, die die Schüler auf ihren Werken verewigten.

An einem schulfreien Nachmittag beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit. Dabei entwarfen sie Ideen, um diese Gleichheit herstellen zu können. Gemeinsam wurde außerdem auch ein Logo („REUAT“) für die Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Schillerstraße und dem Gymnasium Antoine de Saint-Exupéry entworfen.

Besonders eindrucksvoll war für den Besuch aus Réunion unter Leitung von Pascale Payet und Stephane Fossard eine Exkursion zum Sonnenkopf, denn dort begegneten die Jugendlichen zum allerersten Mal Schnee. HE

"Der Besuch am Sonnenkopf war für mich sehr aufregend – das erste Mal im Schnee! An der Schule fällt auf, dass Sportunterricht bei uns gemeinsam und nicht getrennt ist."  Manon (17), La Réunion
"Der Besuch am Sonnenkopf war für mich sehr aufregend – das erste Mal im Schnee! An der Schule fällt auf, dass Sportunterricht bei uns gemeinsam und nicht getrennt ist." Manon (17), La Réunion
"Was auf La Réunion auffällt, sind die Offenheit und Herzlichkeit. Die Leute sind glücklich mit dem, was sie haben. Die Insel ist sehr bunt, und es gibt freilebende Delfine." Alexander (18), Feldkirch
"Was auf La Réunion auffällt, sind die Offenheit und Herzlichkeit. Die Leute sind glücklich mit dem, was sie haben. Die Insel ist sehr bunt, und es gibt freilebende Delfine." Alexander (18), Feldkirch
"Mein erster Besuch in Österreich ist sehr schön. Beindruckend ist es vor allem, die Berge und die Altstädte zu sehen. In unserer Heimat wechseln wir viel öfter die Schulklassen." Elea (17), La Réunion
"Mein erster Besuch in Österreich ist sehr schön. Beindruckend ist es vor allem, die Berge und die Altstädte zu sehen. In unserer Heimat wechseln wir viel öfter die Schulklassen." Elea (17), La Réunion
"Auf Réunion habe ich neun Wochen in einer kreolischen Familie gelebt, im Juli kommt der Gegenbesuch. Der Austausch ist sehr lebendig und vor allem kulturell sehr interessant." Carmen (17), Nüziders
"Auf Réunion habe ich neun Wochen in einer kreolischen Familie gelebt, im Juli kommt der Gegenbesuch. Der Austausch ist sehr lebendig und vor allem kulturell sehr interessant." Carmen (17), Nüziders