Entspannung in den Spitälern

Politik / 09.04.2022 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Entspannung in den Spitälern
In den Krankenhäusern des Landes lässt die Extrembelastung nach. KHBG

Bei den meisten Coronapatienten ist die Infektion „nur“ eine Nebendiagnose.

SCHWARZACH So schnell die jüngste Infektionswelle ins Land gezogen ist, so schnell zieht sie sich jetzt auch wieder zurück. In keinem Bezirk Vorarlbergs wird das so deutlich wie in Bludenz: Am 16. März wurden hier 4499 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche verzeichnet. Gestern handelte es sich um 1161. In der kurzen Zeit entspricht das einem Rückgang von etwa drei Viertel. In Dornbirn befindet sich diese Inzidenz auf ähnlichem Niveau (1145). In Bregenz (1423) und Feldkirch (1414) ist sie etwas höher. Vorarlbergweit liegt sie bei 1316.

Eher nachhaltig

Die Rückgänge sind nicht gleichbleibend. An einzelnen Tagen können sie sogar ausbleiben. Es spricht jedoch viel dafür, dass sie nachhaltig sind: Die Virenkonzentration im Abwasser, die in den Kläranlagen erfasst wird, ist wesentlich niedriger als im März. Daher ist auszuschließen, dass die Anzahl der bestätigten Neuinfektionen etwas damit zu tun haben könnte, dass weniger getestet wird. Auszuschließen ist das nach Ansicht das Prognosekonsortiums des Gesundheitsministeriums auch aus einem anderen Grund: Bei den Tests, die durchgeführt werden, nimmt der Anteil der positiven Ergebnisse nicht zu.

Daher kann man zuversichtlich bleiben. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Inzidenz bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche in Vorarlberg weiter zurückgehen. Das Prognosekonsortium rechnet damit, dass sie bis zum kommenden Mittwoch um mehr als ein Drittel auf 826 sinken dürfte. Das ist ein Mittelwert in einer Bandbreite von 662 bis 1090.

In den Spitälern des Landes lässt die Extrembelastung nach. Vor einer Woche hatte es noch 112 Patientinnen und Patienten mit Corona gegeben. Gestern handelte es sich um 81. Unmittelbar nach Ostern könnten es nach Einschätzung des Prognosekonsortiums weniger als 50 sein. Bemerkenswert ist, dass nur ein Bruchteil dieser Personen, die stationär behandelt werden, wegen einer Corona-Erkrankung eingeliefert wurde. Rund 80 Prozent liegen laut Lagebericht Krankenhaus-Betriebsgesellschaft wegen einer anderen Erkrankung im Spital. Corona sei in ihrem Fall eine Nebendiagnose.

Entspannung bei Nachbarn

Geradezu entspannt sind die Verhältnisse in der Nachbarschaft: Im Kantonsspital St. Gallen herrscht wieder „Normalbetrieb“. Im gesamten Kanton, der eine halbe Million Einwohner zählt, gibt es zurzeit 40 Spitalspatienten mit Corona. In Liechtenstein handelt es sich zum ersten Mal seit längerem um gar keinen mehr.

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