Ein Wintermärchen wird wahr: Das Montafon darf in fünf Jahren WM austragen

VN / 25.05.2022 • 23:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Freude war riesig, als der ÖSV mit dem Montafon als Austragungsort die Zusage für die Freestyle Ski &amp; Snowboard WM 2027 bekam. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Die Freude war riesig, als der ÖSV mit dem Montafon als Austragungsort die Zusage für die Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 bekam. Klaus Hartinger

Jetzt ist es offiziell: Die Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 wird im Montafon stattfinden.

Schruns Nun ist es fix: Das Montafon wird die FIS Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 austragen. Gestern Abend bekam das Montafon beim Kongress des Internationalen Skiverbandes in Mailand die Zusage. Schon im Vorfeld war der Ausgang dieser Entscheidung klar, da der Österreichische Skiverband (ÖSV) mit dem Austragungsort Montafon der einzige Bewerber war.

Im Rahmen des Montafoner Tourismustages wurde die Vergabe für die FIS Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 live auf dem Schrunser Kirchplatz übertragen. Um 19.18 Uhr Jubel und Applaus: Das Montafon wird im März 2027 die Weltelite der Ski- und Snowboardfahrer und -fahrerinnen begrüßen. „Das ist die allergrößte Wintersportveranstaltung, die Vorarlberg je bekommen hat und je bekommen wird“, freute sich Manuel Bitschnau, Geschäftsführer von Montafon Tourismus. „Überlegt haben wir uns das schon viele Jahre, jetzt ist die Zeit reif“, sagte Thomas Amann, Obmann des Skiclubs Montafon.

Walter Hlebayna ist stolz, diese WM im Montafon austragen zu dürfen. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Walter Hlebayna ist stolz, diese WM im Montafon austragen zu dürfen. Klaus Hartinger

Seit Jahrzehnten stellt das Montafon seine Ski- und Snowboardkompetenz mit Bewerben wie den Ski- & Snowboardcross Weltcup unter Beweis. Die nötige Infrastruktur wäre also vorhanden, weshalb keine Erdbewegungen notwendig sind. Man greift auf bestehende Anlagen zurück und baut ausschließlich mit Kunst- bzw. Naturschnee. Nur die Halfpipe wird nach Kühtai verlegt, da ihre Errichtung 900.000 Euro kosten würde.

Dass sich das Montafon überhaupt auf die Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 bewerben konnte, ist den Montafoner Gemeinden zu verdanken, die geschlossen hinter dieser Teilnahme stehen. „Das ist eine richtig coole Sache“, ist Standesrepräsentant Jürgen Kuster überzeugt. „Ich bin total froh, dass alle Gemeinden zugestimmt haben“, auch wenn es im Vorfeld einige Diskussionen gegeben hat. Einen Dank sprach er auch den Bergbahnen aus, denn „ohne die, geht gar nichts“. Auch Vorarlberger Skiverbandspräsident Walter Hlebayna freut sich: „Das Montafon hat es verdient. Es ist schön zu sehen, dass ein so großes Event nach Vorarlberg kommt und von so vielen Partnern gestemmt wird.“
Trotzdem wird die WM mit rund vier Millionen Euro finanziell ein Kraftakt, weiß Manuel Bitschnau. Einen Teil der Kosten übernimmt der Bund, das Land zahlt eine Million Euro und spendiert obendrein eine Trainingsstrecke für 300.000 Euro am Hochjoch, die für Bewerbe und auch vom Nachwuchs genutzt werden kann. Den Rest teilen sich die Gemeinden auf.

Thomas Amann interviewte Roland Kuss (ÖSV), Landesrat Christian Gantner, Standesrepräsentant Jürgen Kuster und den Vorarlberger Skiverbandspräsident Walter Hlebayna. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Thomas Amann interviewte Roland Kuss (ÖSV), Landesrat Christian Gantner, Standesrepräsentant Jürgen Kuster und den Vorarlberger Skiverbandspräsident Walter Hlebayna. Klaus Hartinger

Zwei Jahre dauern die Vorbereitungen auf die 14-tägige WM, die in allen Skigebieten des Montafons (Golm, Silvretta, Gargellen) ausgetragen wird. Auch die Schanze in Tschagguns wird für die Bewerbe Aerials und Big Air genutzt. VN-JUN