Das ist Vorarlbergs bester Moster 2022

Heimat / 19.07.2022 • 18:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
"Most for da people" schmückte einst als Graffiti die Wände der Mosterei. Inzwischen ist der Spruch zur Marke des Familienunternehmens geworden.
"Most for da people" schmückte einst als Graffiti die Wände der Mosterei. Inzwischen ist der Spruch zur Marke des Familienunternehmens geworden.

Peter Speckle von “Most for da people” holt Gold im Landesbewerb.

Feldkirch Vom Landwirt zum besten Moster Vorarlbergs. 2011 stellte Peter Speckle mit einem Mostsommelier-Kurs dafür die Weichen.

„Nach der Ausbildung zum Mostsommelier erweiterte ich mein Wissen rund um dieses alte Getränk“, führt Speckle aus. „Vom Mostfieber gepackt, kreierten wir immer mehr wohlschmeckende Mostsorten.“ Doch woher dieser doch etwas sonderbare Name? „Most for da people – ein Spruch der einst als Graffiti die Wand der Mosterei zierte, wurde schließlich zu unserer Marke“, erzählt der Moster lächelnd. „Most for da people“ ist ein Familienbetrieb durch und durch: Gemeinsam mit den Söhnen Florian und Sandro mit Freundin Kim Penhofer, Ehefrau Andrea und Mutter Hildegard wird die Mosterei betrieben.

Die Mosterei wird von Peter Speckle (Mitte) gemeinsam mit seinen Söhnen Florian und Sandro mit Freundin Kim Penhofer, Ehefrau Andrea und Mutter Hildegard betrieben. <span class="copyright">TAY(4)</span>
Die Mosterei wird von Peter Speckle (Mitte) gemeinsam mit seinen Söhnen Florian und Sandro mit Freundin Kim Penhofer, Ehefrau Andrea und Mutter Hildegard betrieben. TAY(4)

„Echte Kostbarkeiten“

„2018 absolvierte mein jüngerer Sohn, Sandro, ebenso die Ausbildung zum Mostsommelier und ist nun für die Qualität unserer Moste zuständig.“ Jeder fange einmal klein an – „so wie wir“. Aus einer gemeinsamen Vision hat Familie Speckle zusammen Schritt für Schritt etwas Großes gemacht. „Darauf sind wir stolz.“ In die Mostproduktion werde viel Fleiß, Engagement und Herzblut gesteckt. Belohnt wurde dies sowohl mit der zweimaligen Prämierung der Obst Krone Vorarlberg. Als auch mit zahlreichen Gütesiegeln in Gold, Silber und Bronze bei den Vorarlberger Landesprämierungen.

Der Höhepunkt war dann 2019 die Prämierung zum „Vorarlberger Moster des Jahres“, 2020 wurde der Betrieb dann „Sortensieger bei den Modernen Mosten“. Im Gegensatz zur international erzwungenen Massenproduktion in der Landwirtschaft sind regional, kleinbetrieblich hergestellte Lebensmittel echte Kostbarkeiten. „Diese Kostbarkeit möchten wir noch lange erhalten und arbeiten mit großem Elan, Ehrgeiz sowie mit Fleiß an unserer Produktpalette und der Qualität“, führt Speckle weiter aus.

Das Unternehmen produziert immer wieder neue wohlschmeckende Mostsorten.
Das Unternehmen produziert immer wieder neue wohlschmeckende Mostsorten.

Zweite Auszeichnung

Der Nofler durfte sich zudem dieses Jahr im Juni zum zweiten Mal – nach 2019 – über den Titel „Moster des Jahres“ freuen. In diesem Jahr trat Speckle dann mit vier Sorten an: Birnencider (Gold), Birnencuvée (Gold), Apfelmost (Silber), Birnenmost (Silber). Um das Obst seiner Streuobstwiese besser nutzen zu können, absolvierte er 2011 den LFI-Zertifikatslehrgang zum Mostsommelier. Das Erlernte setze er erfolgreich um und erhielt mit seinen Mosten jährlich Medaillen in Gold, Silber und Bronze. 2014 und 2016 errang er mit seinem Apfel-Cider die Landes-Genusskrone und durfte damit 2014 beim Genusskronen-Bundesbewerb dabei sein. Speckles Apfel-Cider wurde schon mehrfach mit großer Resonanz beim Feldkircher Neujahrsempfang ausgeschenkt.

Zukunftspläne

In diesem Jahr hat er 190 neue Apfel- und Birnenbäume in Nofels gesetzt, damit sie in bis zu fünf Jahren zur Ernte bereit sind. „Es ist wichtig geworden, unser Eigenobst zu erhöhen.“ Darunter sind spezielle Sorten – wie zum Beispiel Schmidberger Renette, Weißer Glockenapfel, Brünnerling, Schweizer Orangenapfel oder der Winterzitronenapfel. Ebenso ensteht auf dem Gelände gerade ein rund 210 Quadratmeter großer Neubau für die Mostproduktion mit zwei Geschossen. Der Keller ist mit moderner Hygienetechnik und Edelstahlfässern ausgestattet. Die Fertigstellung ist im Herbst 2022 geplant und wird mit einem Mostfrühschoppen eröffnet. TAY

In die Mostproduktion werden viel Fleiß, Engagement und Herzblut investiert.
In die Mostproduktion werden viel Fleiß, Engagement und Herzblut investiert.