Messerstecherin vor Gericht: So lautet die Anklage

VN / 03.08.2022 • 06:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In diesem Mehrparteienhaus in Meiningen kam es am 7. Mai zur Messerattacke einer Frau gegen ihren Lebensgefährten.<span class="copyright">vn/gs</span>
In diesem Mehrparteienhaus in Meiningen kam es am 7. Mai zur Messerattacke einer Frau gegen ihren Lebensgefährten.vn/gs

Folgenschwere Beziehungstat in Meiningen wird am Landesgericht Feldkirch verhandelt.

Feldkirch Am 7. Mai dieses Jahres herrschte in der Schweizer Straße in Meiningen große Aufregung. Einsatzkräfte und Rettung waren vor Ort. Der Grund: In einem Mehrparteienhaus war es zu einer schwerwiegenden Beziehungstat zwischen einer 37-jährigen Frau und ihrem 40-jährigen Lebensgefährten gekommen (die VN berichteten).

Wie die Ermittlungen ergaben, hatte die Frau ihrem Freund mit einem Messer einen Stich versetzt und ihn dabei schwer, doch nicht lebensbedrohlich verletzt. Die 37-Jährige wurde damals noch an Ort und Stelle festgenommen, ihr Opfer ins Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert und operiert.

Kein Mordversuch

Gegen die 37-Jährige wurde zunächst wegen Mordversuchs ermittelt, doch die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat nun Anklage wegen absichtlich schwerer Körperverletzung erhoben. Auf diese Tat stehen laut Paragraph 87 des Österreichischen Strafgesetzbuches bis zu zehn Jahre Gefängnis, bei einer schweren Dauerfolge für das Opfer bis zu 15 Jahre.

Am kommenden Dienstag, 9. August, wird die Tat am Landesgericht Feldkirch verhandelt. Es dürfte schon deshalb spannend werden, da das Motiv der Angeklagten zum Tatzeitpunkt und auch danach im Dunkeln blieb, da sie die Aussage verweigerte. Im Anklagevorwurf ist auch die Messerattacke selbst dezidiert angeführt, so heißt es wörtlich: „Hat dem Opfer mit einem Küchenmesser (Klingenlänge 20 Zentimeter) einen Stich in die Mitte des Oberbauchs versetzt, wodurch der Bauchraum geöffnet und die Leber angestochen wurde.“