So teuer wird Skifahren in Lech-Zürs

VN / 02.09.2022 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Steigende Energiekosten und Fachkräftemangel machen den Skigebieten zu schaffen. Dietmar Stiplovsek

Skigebiet Lech Zürs und Klostertaler Bergbahnen sehen eine Preiserhöhung als unausweichlich.

Lech/Zürs Noch ist es Spätsommer. Doch der Winter lässt nicht mehr allzu lange auf sich warten. Schon jetzt machen sich die Liftbetreiber Gedanken über die bevorstehende Wintersaison, denn die Energiepreise schießen momentan in die Höhe und lassen bei den Liftbetreibern sorgenvolle Gesichter zurück.

Wie die kommende Skisaison aussehen wird, kann keiner beantworten. „Wir sind derzeit am Kalkulieren“, sagt zum Beispiel Dietmar Tschohl, Geschäftsführer der Klostertaler Bergbahnen. Die Richtung sei absehbar, denn sie gehe (preislich) nach oben. Doch wie stark sie nach oben geht, sei nicht vorhersehbar. „Wir sind gerade in einer sehr schwierigen Situation“, sagt Tschohl.


Auch im größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs, Lech Zürs, ist eine Preiserhöhung der Skipässe unausweichlich. „Wir sind uns bewusst, dass wir weiter vor extremen Herausforderungen stehen, bereitet uns doch neben den Corona-Unsicherheiten, steigenden Energiekosten und dem Fachkräftemangel vor allem die Gastronomie Sorgen. Auch die anhaltende Inflation macht eine Preisplanung durchaus schwierig. Ganz ohne Preisanpassungen für den Herbst und Winter wird es daher nicht gehen. Klar ist, dass das umfangreiche Angebot (Skipässe eingeschlossen), das wir hier in Lech Zürs bieten, sich preislich anpassen muss“, weiß der Tourismusdirektor von Lech-Zürs Tourismus, Hermann Fercher. Er rechnet damit, dass die Preise zwischen zehn und 15 Prozent steigen werden.

Kein Rückgang der Gästezahlen

Bisher gibt es noch keinen Rückgang der Gästezahlen für die bevorstehende Wintersaison im Montafon zu verzeichnen. „Die Buchungslage für den Winter ist normal. Die Hauptbuchungszeit beginnt erst ab Mitte September, sodass wir noch keine großen Aussagen machen können“, sagt Franziska Nitschmann, Pressesprecherin von Montafon Tourismus. Wie jedes Jahr werden die Betriebe Preisanpassungen vornehmen. In welcher Höhe, ist dabei ganz unterschiedlich. Einige Betriebe übernehmen einen Teil der Preissteigerungen selbst, andere geben mehr an die Gäste weiter, da sie enorm hohe Steigerungen bei den Energiepreisen erwarten, weiß Franziska Nitschmann. „Erfreulicherweise bieten die Bergbahnen dieses Jahr das ‚Dynamic Pricing‘ an. Das heißt, Gäste, die früh buchen, erhalten günstigere Tarife.“


Silvretta Montafon-Geschäftsführer Peter Marko ist sich der Preisproblematik bewusst. Man beschäftige sich mit Maßnahmen wie temporäre Öffnungen, aber auch bei der Beschneiung und Präparierung der Pisten.