Der verlorene Sohn kehrt zurück

Sport / 06.09.2022 • 22:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der verlorene Sohn kehrt zurück
In seinen sieben Saisonen in der Handball-Liga Austria im Trikot des Alpla HC Hard erzielte Frederic Wüstner 105 Tore. GEPA

Abwehrspezialist Frederic Wüstner feiert am 30. Geburtstag sein HLA-Comeback beim Alpla HC Hard.

Hard Nach vier Saisonen als Legionär in der Ostschweiz bei Otmar St. Gallen ist Frederic Wüstner im Sommer wieder an seine langjährige Erfolgsstätte zurückgekehrt. Mit dem Alpla HC Hard holte der Abwehrspezialist zwischen 2012 und 2018 fünf Meistertitel und feierte je zwei Erfolge im ÖHB-Pokal und Supercup. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Europacup gegen Bitola feiert Wüstner heute (19 Uhr) gegen Ferlach sein Comeback in der Handball-Liga Austria, zugleich seinen 30. Geburtstag. „Beide Ergebnisse haben eine große Bedeutung für mich, sind eine schöne Kombination. Als Familienvater freue ich mich mehr auf die Geburtstagsfeier, anschließend rückt dann natürlich die Aufgabe als Spieler in den Vordergrund, und am Ende des Tages hoffe ich, dass es zwei Gründe gibt, um mit der Familie und Freunden den Tag ausklingen zu lassen“, betont der gebürtige Bregenzer.

Seit Februar als Jugendkoordinator tätig

Die Rückkehr zum Alpla HC Hard, die eigentlich schon am 1. Februar erfolgte, erachtet Wüstner als Privileg: „Beim besten Handballverein in Österreich spielen zu dürfen, ist eine Chance, die man nicht jeden Tag bekommt. Für mich war es nach meiner Zeit in St. Gallen der perfekte Weg zurück. Dass ich zusätzlich als Jugendkoordinator arbeiten kann, hat mir die Entscheidung leicht gemacht. Beim Alpla Hard habe ich die Möglichkeit, mich auf mehreren Ebenen einzubringen“, betont Wüstner, der 2016 seinen Bachelor an der Fachhochschule Vorarlberg und zwei Jahre später an der Zeppelin Universität Friedrichshafen seine Masterprüfung in BWL mit Marketing und Kommunikation als Schwerpunkt ablegte. „Während meiner Zeit in der Schweiz habe ich auf Teilzeitbasis in einer Bank und bei einem Unternehmensberater gearbeitet. Nach der Geburt meines Sohnes Maximilian ist aber der Wunsch nach einer Rückkehr ins Ländle größer geworden, und ich bin natürlich froh und glücklich, dass es geklappt hat.“

Sohn entschied Trikotnummer

Der vierjährige Maximilian war es auch, der bei der Auswahl der Rückennummer 13 auf dem Trikot maßgeblichen Anteil hatte: „Bei meinem Wechsel im Frühjahr 2012 war ja meine Lieblingsnummer 10, wie schon zuvor in Bregenz, an Roli Schlinger vergeben, und ich habe das Trikot mit der Nummer 15 genommen. Zu Beginn dieser Saison habe ich dann Maximilian gefragt, was für eine Nummer ich nehmen soll. Er hat sofort auf die 13 gezeigt. Dieselbe Nummer habe ich bereits in meiner Jugend getragen, und jetzt, wo sich mein Karriereende in kleinen Schritt nähert, schließt sich dahingehend der Kreis.“

„Ich habe das Privileg,
beim besten Handballverein Österreichs
spielen zu dürfen.“

Frederic Wüstner, Abwehrchef Alpla HC Hard

Doch bis es so weit ist, will der kommenden Jänner zum zweiten Mal Vaterfreuden entgegenblickende Abwehrspezialist mit den Roten Teufeln seine Erfolgsbilanz weiter aufpolieren. Nach dem Titel als Ergänzungsspieler mit Bregenz 2010 wird der aufgrund seiner fairen, aber kompromisslosen Art in der Abwehr bei seinen Gegenspielern einen hohen Respekt genießende Wüstner alles dafür tun, das die Kampfmannschaft um Titel mitspielt und die Jugendabteilung perfekte Rahmenbedingungen hat.