Horrorszenario in St. Arbogast

VN / 06.09.2022 • 14:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nachgestellt wurde ein schwerwiegender Unfall mit über 50 beteiligten Personen. <span class="copyright">VLK/Hofmeister(3)</span>
Nachgestellt wurde ein schwerwiegender Unfall mit über 50 beteiligten Personen. VLK/Hofmeister(3)

Blaulichtorganisationen probten am Samstag für den Ernstfall.

Götzis Alle fünf bis zehn Jahre proben die verschiedenen Blaulichtorganisationen gemeinsam in einer Großübung für den Ernstfall. Im Götzner Ortsteil St. Arbogast kam es daher am Wochenende zu Szenen, wie man sie sonst zum Glück selten sieht.

300 Einsatzkräfte am Unglücksort

Ein vollbesetzter Bus kommt von der Straße ab, kippt um und es explodiert ein in den Unfall involviertes Auto. Dazu kamen noch zwei weitere Fahrzeuge mit eingeklemmten Personen, sowie zwei vermissten Radler. Dieses Szenario bot sich den über 300 Einsatzkräften beim Eintreffen am Unglücksort. „Bei unserem Eintreffen am Übungsort war es erstmals wichtig, schnell einen Überblick zu schaffen und dementsprechend zu handeln“, so Feuerwehr-Einsatzleiter Rainer Büsel.

Eine solche Großübung wird alle fünf bis zehn Jahre mit den verschiedenen Blaulichtorganisationen durchgeführt.
Eine solche Großübung wird alle fünf bis zehn Jahre mit den verschiedenen Blaulichtorganisationen durchgeführt.

Drei Hubschrauber

Nachdem sich kurz ein Überblick über dies Situation verschafft wurde, ging es auch gleich ans Werk. Professionell löschten die Feuerwehrleute das Feuer, sicherten alle Objekte und befreiten die eingeschlossenen Personen. Währenddessen kümmerte sich das Rote Kreuz und die Notärzte um die Verletzten und errichtete dazu auch in kürzester Zeit zwei Zelte zur Versorgung der Unfallbeteiligten. Die Polizei sicherte den Einsatzort fachgerecht ab und der Rettungshubschrauber der SchenkAir, sowie der Christopherus 8 und der Polizeihubschreiber Libelle sorgten für den schnellen Abtransport der Schwerstverletzten. Insgesamt waren vier Feuerwehren aus der Region, 15 Rettungswagen mit Notärzten, drei Hubschrauber, sowie die Bergrettung, die Polizei und das Kriseninterventionsteam im Einsatz. Ein Großaufgebot an Retter, das für die zusehende Bevölkerung mehr als beeindruckend war.

Auch der Götzner Bürgermeister Christian Loacker und Landesrat Christian Gantner waren zu der Probe gekommen.
Auch der Götzner Bürgermeister Christian Loacker und Landesrat Christian Gantner waren zu der Probe gekommen.

Positives Resümee

Unter den Zusehern der Großübung waren auch der Götzner Bürgermeister Christian Loacker, Sicherheitslandesrat Christian Gantner und Feldkirchs Bezirksfeuerwehrinspektor Wolfgang Huber. Alle gemeinsam lobten im Anschluss an die Übung die Zusammenarbeit der verschiedenen Blaulichtorganisationen und so konnte bei der Abschlussbesprechung auch ein positives Resümee gezogen werden. Wie auch nach einem „realen“ Einsatz räumten die Retter den Einsatzort wieder auf und zeigten sich schon wieder einsatzbereit für den nächsten Alarm. MIMA

Bei einem solchen Einsatz ist es besonders wichtig, dass alle Einsatzkräfte ohne Fehl und Tadel zusammenarbeiten. <span class="copyright">MIMA</span>
Bei einem solchen Einsatz ist es besonders wichtig, dass alle Einsatzkräfte ohne Fehl und Tadel zusammenarbeiten. MIMA