Hinter den Kulissen: Ein Vorarlberg, zwei Mobilitätslandesräte

Politik / 11.09.2022 • 08:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hinter den Kulissen: Ein Vorarlberg, zwei Mobilitätslandesräte
Ein Radweg, Straßenbau, Mobilität im Land: Gebündelt ist es nicht in einer Hand. VN

Daniel Zadra erbte von Johannes Rauch alle Aufgaben. Alle? Irgendwie nicht.

Bregenz Umwelt und Klimaschutz. Klimawandelanpassung. Energie.
Öffentlicher Verkehr und Radwege. Eisenbahninfrastruktur. Radinfrastruktur.
Abfallwirtschaft. Informatik. Maschinenbau und Elektrotechnik. Das sind die Aufgabengebiete von Landesrat Daniel Zadra von den Grünen.

Auffällig: Irgendwie werden Radwege doppelt geführt, sind doch Radwege ein essenzieller Bestandteil der Radinfrastruktur aus Sicht der öffentlichen Hand. Unter seinem Vorgänger hieß dieses Ressort auch noch anders: Öffentlicher Verkehr und Mobilitätsmanagement. Radinfrastruktur hieß damals noch Radverkehrsinfrastruktur. Doch der Punkt Mobilitätsmanagament erlaubt weit mehr Interpretationsspielraum und reicht gefühlt über das Zweirad hinaus auch in den motorisierten Verkehr hinein.

Verkehrspolitik, Verkehrsrecht und auch Straßenbau sind grundsätzlich bei einem anderen Landesrat angesiedelt: bei Marco Tittler von der Volkspartei. Welcher der beiden Landesräte nun der eigentliche Mobilitätslandesrat ist, hängt offensichtlich vom Thema ab.

Dies zeigte sich gerade zuletzt in der Debatte um das autofreie Ried. Denn Straßenbau und Verkehrspolitik sind die Aufgabe von Tittler. Da es sich um keinen Radweg handelt, war Zadras Zuständigkeit beschnitten. Entsprechend verwies er auf die Stellungnahme seiner Parteigenossin aus Lustenau, Christine Bösch-Vetter, und schwieg.