So sparen Sie bares Geld: Energiespartipps für zuhause

VN / 15.09.2022 • 09:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Energie sparen ist nicht nur gut fürs Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt. <span class="copyright">Beate Rhomberg</span>
Energie sparen ist nicht nur gut fürs Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt. Beate Rhomberg

Mit diesen Tipps kann effizient gespart werden.

von Raphael Wittwer

Den Kühlschrank schnell wieder schließen, Wasser nicht am Herd, sondern im Wasserkocher erhitzen, und am besten nur noch alle drei Tage duschen: Auch wenn all diese Energiespartipps ihre Daseinsberechtigung haben, gibt es effektivere Wege, Strom und Geld zu sparen. Die VN haben neun Tipps mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis zusammengefasst.

1. Ökomodus bei Haushaltsgeräten

Mit dem Ökospülgang lässt sich leicht Energie sparen. <span class="copyright">Beate Rhomberg </span>
Mit dem Ökospülgang lässt sich leicht Energie sparen. Beate Rhomberg

Eine äußerst niederschwellige, aber dennoch effiziente Maßnahme ist der Ökomodus von Spül- und Waschmaschine. Mit dieser Einstellung wird das Wasser weniger stark erwärmt, wodurch Strom gespart wird. Um bei niedrigerer Temperatur ein ähnliches Ergebnis erzielen zu können, dauert der Vorgang allerdings auch länger. So spart man sich schnell einmal 15 Euro im Jahr.

2. Wäsche aufhängen

 Kostet keinen Strom, dafür Zeit: Die Wäscheleine. <span class="copyright">Fotolia</span>
Kostet keinen Strom, dafür Zeit: Die Wäscheleine. Fotolia

Etwas zeitintensiver, dafür umso profitabler ist die altbewährte Wäscheleine. Gerade ältere Trockner weisen häufig einen hohen Stromverbrauch auf, weshalb sich auf diesem Weg einiges an Stromkosten ersparen lässt. Laut EcoTopTen verbrauchen die zurzeit effizientesten Geräte auf dem Markt immer noch über 150 kWh Strom pro Jahr bei einem Fassungsvermögen von 7 kg. Bei einem Strompreis von 16 Cent sind das 24 Euro im Jahr.

3. Sparsamer Umgang mit Warmwasser

Eine Sparbrause kann den Wasserverbrauch beim Duschen um die Hälfte verringern. <span class="copyright">Beate Rhomberg</span>
Eine Sparbrause kann den Wasserverbrauch beim Duschen um die Hälfte verringern. Beate Rhomberg

Auch in der Dusche lässt sich verhindern, dass überflüssig viel Geld den Abfluss hinunterrinnt: Zwei Minuten kürzer duschen reduziert den Energiebedarf für die Erhitzung des Warmwassers erheblich. Ein Sparduschkopf, der den Wasserverbrauch gegenüber einem herkömmlichen Duschkopf um rund die Hälfte verringert, ist bereits ab 20 Euro erhältlich und reduziert die laufenden Kosten laut der Arbeiterkammer Vorarlberg pro duschender Person um 45 Euro im Jahr.

4. Boilertemperatur reduzieren

Weiters kann in puncto Warmwasser Energie gespart werden, indem die Temperatur des Boilers auf 60 Grad Celsius reduziert wird. Aus hygienischen Gründen sollte die Temperatur in den Leitungen allerdings nicht unter 55 Grad Celsius sinken.

5. Wärmepumpe austauschen

Für eine bessere Energiebilanz beim Heizen muss nicht immer gleich die gesamte Heizung ausgetauscht werden. Bereits der Austausch einer veralteten Heizungspumpe, die dafür zuständig ist, das erwärmte Wasser durch die Rohre zu bewegen, spart laut Arbeiterkammer Vorarlberg bereits etwa 100 Euro an Stromkosten jährlich, wodurch sich das Investment bereits nach wenigen Jahren lohnt.

6. Stoßlüften statt Fenster kippen

Stoßlüften ist nicht nur eine wirksame Maßnahme beim Infektionsschutz, sondern auch beim Energiesparen. Da durch gekippte Fenster die zum Heizen benötigte Energie regelrecht verschwendet wird, sollte Wert auf nur kurz geöffnete Fenster gelegt werden. Wer mehrmals am Tag für wenige Minuten stoßlüftet und währenddessen den Heizkörper ausschaltet, kann sich einen nicht unbeträchtlichen Teil der Heizkosten sparen.

7. LED statt Glühbirnen

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Beate Rhomberg

In den dunklen Abendstunden sollte das Eigenheim nicht mehr mit Glühbirnen, sondern mit LED ausgeleuchtet werden, denn diese benötigen für dieselbe Leuchtkraft deutlich weniger Energie. Jede LED benötigt nur ein Siebtel der Energie einer Glühbirne. Damit kommt man für jede Lampe schnell auf eine Ersparnis von mehreren Euro pro Jahr.

8. Stromfresser vom Netz nehmen

Mit Mehrfachsteckdosen kann der Stromverbrauch reduziert werden. <span class="copyright">Beate Rhomberg</span>
Mit Mehrfachsteckdosen kann der Stromverbrauch reduziert werden. Beate Rhomberg

Auch wenn es unbequem sein mag: Für einen ökonomischeren Umgang mit Strom sollte der Standby-Modus bei elektronischen Geräten vermieden werden. Vor allem ältere Gerätschaften benötigen auch für den Bereitschaftsbetrieb einiges an Strom, was sich, über das Jahr verteilt, summiert. Ein LCD-Fernseher braucht 17 Kilowattstunden, er allein ist damit für Stromkosten von drei Euro im Jahr verantwortlich. Neben dem Fernseher sollte man also auch die alte Stereoanlage nicht 23 Stunden am Tag auf Standby lassen, sondern die Verbindung zum Stromnetz unterbrechen, wenn sie nicht benötigt wird. Wer hier mithilfe von Zeitschaltuhren und abschaltbaren Mehrfachsteckdosen interveniert, kann diesen ungewollten Stromverbrauch stark reduzieren.

9. Energiezertifikat beachten

Beim Kauf neuer Elektrogeräte sollte die Energieeffizienzklasse mit in Betracht gezogen werden. Die zusätzlichen Kosten, die bei der Anschaffung der effizienteren Geräte anfallen können, werden häufig schon nach wenigen Jahren durch den geringeren Stromverbrauch im Betrieb ausgeglichen. Generell gilt jedoch: Zum Energiesparen gibt es kein Wundermittel, doch mit einer Änderung der alten Gewohnheiten kann viel getan werden.