Ort der Begegnung

VN / 20.09.2022 • 14:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vor der Eröffnung wurden die neun Stationen bei einer Führung unter die Lupe genommen. <span class="copyright"> HE</span>
Vor der Eröffnung wurden die neun Stationen bei einer Führung unter die Lupe genommen. HE

Offizielle Eröffnung des Schauplatz Obst und Garten in Göfis.

Göfis Mit Fertigstellung der Sebastianwiese, der Platzierung von Schautafeln und der Renovierung des Dorfbrunnens ist beim nachhaltigen Projekt „Schauplatz Obst & Garten“ in Göfis ein Meilenstein abgeschlossen. Aus diesem Anlass fand am Samstag die Eröffnung mit Landtagspräsident Harald Sonderegger und dem Musikverein Göfis statt.

Zunächst führte Projektinitiator Helmut Sonderegger durch die einzelnen Stationen. Der Rundgang besteht aus neun Schauplätzen mit Informationstafeln. Die Gemeinde Göfis kann sich rühmen, im Ortszentrum wertvolle Streuobstwiesen erhalten zu haben. Diese sind mit heimischen Sträuchern, Blühsäumen und Hochstammbäumen aufgewertet. Zudem findet die Bevölkerung auf dem Rundgang Sitzplätze, die zum Beobachten der Natur einladen.

Initiator Helmut Sonderegger und Bürgermeister Thomas Lampert.
Initiator Helmut Sonderegger und Bürgermeister Thomas Lampert.

Lebensräume

Gleich hinter der Sebastiankirche entstand ein wertvoller Lebensraum für Honig- und Wildbienen. Diese können hier mitten im Ortszentrum die für den Menschen so unersetzliche Aufgabe der Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen übernehmen. Nächster Schauplatz sind die Streuobstwiesen hinter dem Pfarramt. Diese wertvollen Streuobstwiesen sind eine „Villa Kunterbunt“ voller seltener Käfer und Schmetterlinge. Station 3 des Rundgangs informiert, wie passender Lebensraum für Nützlinge wie Igel, Marienkäfer & Co geschaffen werden kann. Ein Schwerpunkt des Rundgangs bildet der Lebensraum Wildhecke, über den an Station 4 informiert wird. Speziell für Vögel und für Insekten sind diese von unschätzbaren Wert.

GR Caroline Terzer mit Karen Schillig und Walter Rauch (beide Leader).
GR Caroline Terzer mit Karen Schillig und Walter Rauch (beide Leader).

Wo Wildblumen wachsen

Station 5 ist der Wildblumenwiese gewidmet, die Biene, Hummel und Schmetterling mehr Lebensraum als kurzer Zierrasen bietet. An Station 6 gibt es nützliche Infos zu Totholz, das Vögeln, kleinen Säugern und Reptilien wertvollen Lebensraum bietet. Station 7 informiert über die Natursteinmauer, in der sich etwa die Zauneidechse wohl fühlt. Station 8 gibt einen Rückblick zum Weinbau in Göfis, der jüngst an Bedeutung gewinnt. An Station 9 tauchen Spaziergänger in die Welt der Schmetterlinge ein und erfahren, dass zu viel Aufräumen Schwalbenschwanz, Admiral & Co vom Nektar abschneidet. Schnell wird ebenfalls klar, dass Rasenroboter für Insekten tödlich sind.

Petrus scheint der grünere Ortskern jedenfalls zu gefallen. Denn nach der verregneten Führung hellte der Himmel doch noch kurz auf, als die offizielle Eröffnung des „Schauplatz Obst & Garten“ stattfand, an der auch Bürgermeister Thomas Lampert, Leader-Obmann Walter Rauch und Pfarrer Georg im Zuge der Segnung teilnahmen. Lampert sprach von einem „Schauplatz, der lebt“ und natürlich weiterer Pflege bedürfe und Sonderegger rief dazu auf, das tolle Angebot zu nutzen. HE