So können alle für Maria etwas tun

VN / 23.09.2022 • 04:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Maria Schreierer mit ihren Eltern und Hund Albin noch vor wenigen Wochen, als der Krebs besiegt schien. <span class="copyright">Rinke</span>
Maria Schreierer mit ihren Eltern und Hund Albin noch vor wenigen Wochen, als der Krebs besiegt schien. Rinke

Die Leukämie ist zurück. Jetzt gibt es für die zehnjährige Maria eine Knochenmarktypsierung am Sonntag in Lustenau.

Lustenau Was hat sie in ihrem kurzen Leben nicht alles mitmachen müssen. Als bei der damals achtjährigen Maria Schreierer im März 2021 Leukämie diagnostiziert wurde, markierte das den Beginn eines unvorstellbaren Leidensweges.

Hinzu kamen eine ganze Reihe anderer Krankheiten, unter anderem eine Entzündung im Gehirn und eine septische Knochenmekrose in beiden Knien. Die Volksschülerin wurde brutal aus ihrem schönen Leben gerissen. Sie musste sich einer Chemotherapie und an die 40 chirurgischen Eingriffen unterziehen. Maria sitzt seit Monaten im Rollstuhl (“Ma hilft” hat diesen finanziert) und will nur eines: irgendwann gesund werden.

Alle leiden mit

Doch der Weg zurück erfuhr einen jähen Unterbruch. Nachdem sie ein Jahr leukämiefrei war und sich auf die Wiederherstellung ihrer Mobilität konzentrieren konnte, ist der Blutkrebs nun zurück. Wieder musste das arme Mädchen aus der Schule genommen werden, wo sie in einer neuen Klasse tolle Freundinnen gefunden hatte. “Wir leiden so sehr mit Maria und wünschen uns nichts sehnlicher, als dass sie bald wieder zu uns zurückkommt”, leidet Klassenvorständin Helga Gisinger mit ihrem leidgeprüften Schützling.

Marias Klassenkameradinnen haben ihr ein Plakat mit Genesungswünschen gemalt, anlässlich eines kurzen Besuches in der Schule nahmen sie die Mädchen und Buben der 4c der Volksschule Lustenau Rotkreuz herzlich in ihre Mitte. Auch Direktor Robin Würtinger rührt das Schicksal der Viertklässlerin. “Unsere Gedanken sind ganz fest bei ihr. Wir hoffen alle so sehr, dass sie wieder gesund wird.”

Maria auf Kurzbesuch in der Schule, zusammen mit ihren besten Freundinnen. Alle wünschen sich sehnlichst, dass das Mädchen wieder gesund wird. <span class="copyright">Scheirerer</span>
Maria auf Kurzbesuch in der Schule, zusammen mit ihren besten Freundinnen. Alle wünschen sich sehnlichst, dass das Mädchen wieder gesund wird. Scheirerer

Stolz auf ihr Kind

Mama Vesna Schreierer ist es zu riskant, ihre Tochter in die Klasse zu lassen. Immerhin wird sie perfekt mit Schulbüchern und Unterrichtsmaterial versorgt und lernt zu Hause so gut sie kann. Dort freut sie sich auf jeden Besuch ihrer Freundinnen. Vesna und Roland Schreierer sind stolz auf ihr Kind. Tapfer hat die Kleine alles ertragen, was sie erleiden musste. Und ihr Martyrium ist noch nicht zu Ende. “Die jetzt wieder entdeckten Krebszellen sind noch nicht im Blut. Die sofort begonnene Chemotherapie sollen das auch verhindern”, sagt Vesna Schreirer.

Die Hoffnung

Doch die große Hoffnung der Schreierers ruht nun auf einer erfolgreichen Stammzellentherapie. Der Verein “Geben für Leben” hat auf der Suche nach dem passenden Stammzellenspender eine Stammzellentypsierung in Lustenau organisiert. Diese findet am kommenden Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr im Feuerwehrhaus Lustenau statt. Aufgerufen zur Typisierung sind gesunde Personen im Alter zwischen 17 und 45Jahren.

Testen für maria

Stammzellentypisierung.

Sonntag, 25. September, Feuerwehrhaus Lustenau

14 bis 18 Uhr

Gesunde Personen im Alter zwischen 17 und 45.

Spendenkonto für Maria: AT 39 2060 7001 0006 4898