Wo in Bludenz das letzte Überbleibsel der Stadtmauer steht

Heimat / 24.09.2022 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Eine Postkarte des Pulverturms um das Jahr 1920.<span class="copyright"> Stadtarchiv Bludenz</span></p>

Eine Postkarte des Pulverturms um das Jahr 1920. Stadtarchiv Bludenz

Das Bludenzer Stadtlabor lädt am Tag des Denkmals in den Pulverturm.

Bludenz Das Stadtlabor Bludenz ist eine Initiative des Geschichtsvereins Region Bludenz und des Stadtarchivs Bludenz, die vom Land Vorarlberg finanziell unterstützt wird. Der Begriff „Labor“ bringt zum Ausdruck, dass das Forschen im Mittelpunkt steht. Das Stadtlabor lädt dazu ein, mit den Bludenzerinnen und Bludenzern die Stadt zu erforschen und zu dokumentieren und damit wichtige Themen für ein zukünftiges Stadtmuseum aufzuzeigen.

Dabei stehen sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart im Fokus, denn auch unsere heutige Sicht auf die Welt wird für zukünftige Generationen Thema in ihren Museen sein. Die Internetplattform des Projekts ist eine Sammlung von Wissen zu Bludenz und lädt gleichzeitig dazu ein, Beiträge einzureichen.

Hintergrund

In unregelmäßiger Abfolge wird in einer Serie von Artikeln in den VN Einblick in das Stadtlabor gegeben. Dabei stehen die Geschichten von Menschen und Orten in Bludenz im Mittelpunkt. Das soll dazu beitragen, das Projekt einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Den Auftakt macht eine Beschreibung jener denkmalgeschützten Objekte, die kommenden Sonntag, 25. September, beim Tag des Denkmals besucht werden können.

Der Pulverturm kann am Sonntag, am Tag des Denkmals, 25. September, von 10 bis 17 Uhr besucht werden.

Informationen unter www.tagdesdenkmals.at und unter stadtlabor.bludenz.at

Pulverturm

Zu den wenigen Resten der um 1500 erneuerten Befestigungsanlage von Bludenz gehört der Pulverturm, wobei von diesem am Südwesten der historischen Altstadt gelegenen Bauwerk seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nur ein Stumpf erhalten ist. Er diente als Fundament für ein neues Gebäude. An den Pulverturm schließt ein bis heute erhaltener Teil der erneuerten Stadtmauer an. Der Pulverturm ist das letzte Überbleibsel jener Rondelle (kreisförmigen Befestigungsbauwerke), die am Ende des Mittelalters zur Verteidigung der Stadt mit Kanonen entwickelt worden waren. Wie der Name belegt, befand sich an dieser Stelle – etwas abseits – ein Munitionslager. Das Bauwerk befindet sich am Ende der Sturnengasse, deren Bezeichnung auf einen nicht mehr gebräuchlichen Spottnamen für die Bewohnerinnen und Bewohner zurückgeht. Der einst stark ausgeprägte bäuerliche Charakter der Stadt ist hier immer noch erkennbar. THC

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