Viele offenen Fragen zur neuen Omikron-Subvariante

Politik / 27.09.2022 • 06:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Momentan steigen die Fallzahlen wieder, wenn auch leicht. <span class="copyright">AFP/Halada</span>
Momentan steigen die Fallzahlen wieder, wenn auch leicht. AFP/Halada

In Vorarlberg ist noch immer BA.4/5 dominant. Fallzahlen steigen wieder.

Schwarzach Eine neue Omikron-Subvariante hat in Österreich Fuß gefasst. Darüber berichteten kürzlich die Expertinnen und Experten der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination Gecko. Es geht um BJ.1, eine Subvariante von BA 2.10.1. Anzahl und Ort der Mutationen deuten auf starke Immunfluchteigenschaften hin. Allerdings gibt es erst wenige gesicherte Erkenntnisse dazu.

“Zu fast hundert Prozent”

In Vorarlberg sei BJ.1 bis zur Kalenderwoche 37 noch nicht nachgewiesen worden, hieß es vonseiten der Sanitätsdirektion auf VN-Anfrage. Dominante Variante bleibt demnach BA.4/5. Sie mache “fast hundert Prozent” aus. In der Vorarlberger Abwasseranalyse wurde dem Umweltinstitut zufolge nach aktuellem Stand ebenfalls in keiner untersuchten Kläranlage BJ.1 festgestellt.

Bisher sind überhaupt erst sehr wenige Fälle aufgetreten, auch weltweit. Der Virologe Andreas Bergthaler, Mitglied von Gecko, sagte, dass eine Prognose zur weiteren Ausbreitung schwierig sei. Zudem hielt er fest: „Wie sehr B.J.1 aufgrund besonders zahlreicher neuer Mutationen den Immunschutz besser umgehen kann, ist aktuell noch unklar.“

In Österreich wird sehr viel weniger getestet als früher. <span class="copyright">Reuters/Foeger</span>
In Österreich wird sehr viel weniger getestet als früher. Reuters/Foeger

Unterdessen sind die Corona-Fallzahlen wieder leicht angestiegen. Vorarlberg hat auch bundesweit nicht mehr die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz. Am Montag lag dieser Wert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche, bei rund 494 und damit nach jenen im Burgenland (477) und Wien (484) an drittletzter Stelle. Am schlechtesten schaut es in Oberösterreich mit 746 aus.

Weniger Tests

Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen: Insbesondere seit dem Ende der Quarantäne wird sehr viel weniger getestet als früher. Den jüngsten Aussagen der Gecko-Kommission zufolge ist nicht geklärt, ob der Anstieg der Fallzahlen auf ein verändertes Testverhalten, das Ferienende oder epidemiologische Gründe zurückgeführt werden kann.

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