Welcher Brenner die besten Brände macht

Heimat / 28.09.2022 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gutes Obst, Geduld und saubere Arbeit – das sind die Grundzutaten für einen Edelbrand.<span class="copyright">EM</span>
Gutes Obst, Geduld und saubere Arbeit – das sind die Grundzutaten für einen Edelbrand.EM

Thomas Vith wurde zum Brenner des Jahres 2022 gekürt.

Nenzing Der Nenzinger Thomas Vith konnte es anfangs kaum glauben, als er das Briefkuvert der Landwirtschaftskammer in Händen hielt: 15 Sorten hatte er zur 29. Landesprämierung für Edelbrände eingereicht, und für jede einzelne Sorte gab es eine Medaille.

4 x Gold, 1x Silber und Bronze und ein Sortensieger

„Vier Mal Gold für Enzian, Vogelbeer, Jonagold und Gelbmöstler. Beim Enzian war mein Edelbrand auch Sortensieger. Zudem wurden meine Erzeugnisse mit neun Silber- und zwei Bronzemedaillen ausgezeichnet. Dass ich so gut abschneide, hätte ich nicht mal im Traum gedacht“, freut sich der leidenschaftliche Brenner.

Die Edelbrände von Thomas Vith wurden mit 15 Medaillen ausgezeichnet.
Die Edelbrände von Thomas Vith wurden mit 15 Medaillen ausgezeichnet.

Dabei war es seine Partnerin, Marietta Drexel, die ihm anfangs Gusto auf dieses Hobby machte. „Sie hat mich angespornt, mir das Fachwissen von ihrem Bruder Paul Drexel anzueignen. Die ersten eingemaischten Trauben stammten aus dem Garten meiner Schwester.“ Damals brannte Thomas Vith bei Otto Rauch in Schlins – auch dort konnte der hauptberuflich als Schulwart tätige gebürtige Übersaxner, der seit 16 Jahren in Nenzing lebt, viel lernen. 2013 war es dann so weit und im Haus der Familie Vith-Drexel wurde eine eigene Brennerei eingerichtet.

Verkostungen in der „guten Stube“

Mit der Prämierung seiner Edelbrände mit vier Goldmedaillen wurde Thomas Vith bei der Landesprämierung in der inatura Dornbirn mit Günter Wohlgenannt und Peter Speckle zum „Brenner des Jahres“ gekürt. „Das ist ein Zeichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, freut sich Thomas Vith über die Anerkennung für seine Arbeit – haben insgesamt doch 72 Brenner insgesamt 428 Produkte eingereicht.

Das Haus der Familie Drexel-Vith stammt aus dem Jahr 1635, bei Verkostungen darf auch ein Abstecher in den Gewölbekeller nicht fehlen.
Das Haus der Familie Drexel-Vith stammt aus dem Jahr 1635, bei Verkostungen darf auch ein Abstecher in den Gewölbekeller nicht fehlen.

Seine persönlichen Favoriten sind „Mirabelle“ und „Teigbirne“. „Das sind ausgerechnet jene Sorten, die eine Bronzemedaille erreicht haben“, sagt der gelernte Zimmermann und lacht. Für ihn bleibt das Schnapsbrennen auch weiterhin ein Ausgleich zum Alltag. „Es ist zwar viel Handarbeit damit verbunden, aber ich schätze die Arbeit in der Natur.“ Viths Edelbrände gibt es übrigens auch zu verkosten, und zwar für Gruppen bis 24 Personen und im schönen Ambiente der alten Bauernstube des Hauses in der Nenzinger Landstraße – wenn gewünscht auch verbunden mit einem Buffet.

Für Thomas Vith ist sein Erfolg kein Grund, sich darauf auszuruhen, wie er erklärt: „Stehenbleiben gibt es bei mir nicht. Ich probiere ständig Neues aus.“ Und so wird es wohl nicht bei den momentan 33 Sorten Edelbränden bleiben. EM

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