So sparen Vorarlbergs Städte in den Wintermonaten

VN / 29.09.2022 • 05:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf den Vorarlberger Adventmärkten wird es heuer früher dunkel.<span class="copyright"> VN/Sams</span>
Auf den Vorarlberger Adventmärkten wird es heuer früher dunkel. VN/Sams

Zur Weihnachtszeit wird es dunkler in Vorarlbergs Städten.

von Matthias Rauch und Emilia Kennerknecht

Dornbirn “Ich habe gestern bereits gefroren”, erklärt Gemeindeverbandspräsidentin und Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann am Dienstag beim Pressefoyer. Grund war die Umsetzung der im Rahmen des Krisenstabs Energie ausgearbeiteten Sofortmaßnahmen zur Einsparung von Energie in der öffentlichen Verwaltung.

Neben den bereits vorgeschlagenen Maßnahmen gibt es seit letzter Woche Handlungsempfehlungen an die Gemeinden für die kalten Wintermonate. Beispielsweise kaltes Wasser, wo heißes Wasser nicht benötigt wird. Auch die Temperaturen in öffentlichen Gebäuden werden sich auf 19 Grad Celsius einpendeln. Ausgenommen davon sind Kinderbetreuungsstätten und Institutionen, in denen sich alte oder kranke Menschen aufhalten.

Eine besonders große Rolle spielt in Dornbirn und gerade auch in den anderen Städten die Dekoration sowie die Eislauffläche auf und abseits der Weihnachtsmärkte. Kaufmann betont, dass die Maßnahmen für die Wintermonate unter den Gemeinden akkordiert werden. Dies solle ein gleichmäßiges Vorgehen sicherstellen. In den Straßen leuchten Weihnachtssterne und Engel daher nur von 16.30 bis 22 Uhr. In Dornbirn ist damit ab Neujahr Schluss, davon verspricht sich Kaufmann eine Reduktion von 40 Prozent. Auch der Eislaufplatz wird dieses Jahr aus Kunststoffplatten bestehen.

<span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
VN/Stiplovsek

So wird sich auch in Feldkirch der Advent dunkler präsentieren, obwohl man hier bereits vorher stark auf LED setzte. Selbiges gilt für die Straßenlaternen, im Gegensatz zu den Landesstraßen, wie man in Feldkirch betont. In der Alpenstadt Bludenz wird ebenfalls wie in den anderen Gemeinden die Beleuchtung von Denkmälern und Sportstätten auf ein Minimum reduziert. Zusätzlich wird auch im Val Blu Resort die Raumtemperatur sowie die Wassertemperatur um ein Grad Celsius gesenkt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dazu angehalten, die Saunalandschaft möglichst energiesparend zu betreiben. Zudem könnten in Zukunft auch Schaufensterbeleuchtungen und die bei wenig genutzen Parkplätzen für Einsparungen genutzt werden.

In Bregenz verweist man auf den Aktionsplan, den man auf Basis der Empfehlungen des Gemeindeverbands erstellt. Dieser soll in den nächsten Wochen beschlussfertig sein. Und auch in Hohenems läuft noch die Abstimmung, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.