“Ganz Ohr” an der Volksschule Sulz

VN / 30.09.2022 • 16:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim „Ganz-Ohr-Training“ wurde das Hören und die Verarbeitung des Gehörten im Gehirn trainiert. <span class="copyright">Steidl</span>
Beim „Ganz-Ohr-Training“ wurde das Hören und die Verarbeitung des Gehörten im Gehirn trainiert. Steidl

Mit Hören und Horchen den Körper positiv beeinflussen.

Sulz Ein ganz besonderes Projekt wurde im vergangenen Schuljahr in der 1. Klasse der Volksschule Sulz umgesetzt. Beim „Ganz-Ohr-Training“ mit Projektleiterin Edith Engelhart-Haselwanter wurde das Hören und die Verarbeitung des Gehörten im Gehirn trainiert. Dabei erlebten die Kinder wie ihre Fähigkeit zu horchen mit ihrem Körperempfinden zusammenhängt. Aber auch die Gefühle wurden, wie der sprachliche und stimmliche Ausdruck und die geistige Fähigkeit beeinflusst.

Klassik und Gesang über Kopfhörer

Nach ausführlicher Information und schriftlicher Einwilligung der Eltern und der Klassenlehrerin Ingeborg Steidl, wurde das Projekt mit einem Horchtest und der daraus erfolgten Erstellung eines individuellen Hörprofiles gestartet. Die Kinder erhielten an zwei Tagen in der Woche jeweils eine Schulstunde lang speziell gefilterte Musik von Mozart und dem Gregorianischen Choral. Die Schüler hörten die Musik über einen speziell angefertigten Kopfhörer und konnten während der „Horchphasen“ ruhigen und kreativen Tätigkeiten nachgehen. Durch das Training konnten bei sehr vielen Kindern Unruhe und Aufmerksamkeitsdefizite, ebenso wie Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten positiv beeinflussen werden. Auch zeigten sich positive Auswirkungen auf das Erlernen und den Gebrauch der Sprache. Kinder mit Migrationshintergrund hätten daher besonders durch das Horchtraining profitiert.

Die Kinder hörten im Zuge des Projekts an zwei Tagen in der Woche jeweils eine Schulstunde lang speziell gefilterte Musik von Mozart und dem Gregorianischen Choral.  
Die Kinder hörten im Zuge des Projekts an zwei Tagen in der Woche jeweils eine Schulstunde lang speziell gefilterte Musik von Mozart und dem Gregorianischen Choral.  

Die Grundlagen, in der Auditiven Hirnstimmulation die vom französischen HNO-Arzt Alfred Tomatis entwickelt wurden und für den schulischen Bereich angepasst wurden, zeigten jedenfalls Wirkung was auch die Klassenlehrerin Ingeborg Steidl bestätigt.„Das Projekt hat sich sehr positiv auf die Kinder ausgewirkt und hat jedem Einzelnen was gebracht. Ich würde dieses Projekt jederzeit wieder machen und kann es nur weiterempfehlen“. Ebenfalls sehr zufrieden mit dem Ausgang und dem Ergebnis des Projektes zeigten sich die Eltern der Erstklässler, die sich bei zahlreichen Firmen und Institutionen für ihre großzügig finanzielle Unterstützung ohne die, die Durchführung des Projektes nicht möglich gewesen wäre bedanken.

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