Neues Heim auf “Pfarr.Punkt” getauft

VN / 04.10.2022 • 16:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit großer Freude begrüßten Pfarrer Peter Willi, Kaplan Johann Fenninger und Pfarrer Thomas Felder die Gäste. <span class="copyright">Tay(4)</span>
Mit großer Freude begrüßten Pfarrer Peter Willi, Kaplan Johann Fenninger und Pfarrer Thomas Felder die Gäste. Tay(4)

Am Wochenende ging die feierliche Eröffnung des neuen Pfarrheims in Gisingen über die Bühne.

Feldkirch „Unser Ziel war es, ein Gebäude zu schaffen, in dem man sich gerne aufhält“, hält Pfarrer P. Peter Willi FSO anlässlich der Eröffnung des neuen Pfarrheims in Gisingen fest. Am 1. September 2017 hat Willi als zehnter Pfarrer von Gisingen seinen Dienst begonnen. Schon drei Tage später – in der ersten Sitzung des Pfarrkirchenrats – war die Renovierung des Pfarrheimes ein Punkt der Tagesordnung. Knapp vier Jahre später, am 9. Juli 2021, erfolgte der Spatenstich und am 15. August 2021 begannen dann die Bauarbeiten. „Coronabedingt konnte dieses Jubiläumsprojekt zum 125-jährigen Bestehen unserer Pfarre erst ein Jahr später, und zwar im Sommer dieses Jahres, fertiggestellt werden.“, so Willi. Bei der feierlichen Eröffnung samt Gottesdienst folgten Vizebürgermeister Daniel Allgäuer mit Gattin Reinhilde, Pfarrer Thomas Felder FSO, Landtagsabgeordneter Clemens Ender sowie Ordinariatskanzler Gerhard Walser und zahlreiche Gisinger Bürger der Einladung. Neugierig wurden die neuen Räumlichkeiten erkundet.

Josef Nägele (Pfarrkirchenrat), LAbg. Clemens Ender, Gerhard Walser und Vizebgm. Allgäuer mit Gattin Reinhilde.
Josef Nägele (Pfarrkirchenrat), LAbg. Clemens Ender, Gerhard Walser und Vizebgm. Allgäuer mit Gattin Reinhilde.

Vom Pfarrheim zum „Pfarr.Punkt“

Zeit, Kraft und Erfahrung, Spenden sowie Engagement waren nötig, um dieses Großprojekt umzusetzen. Ein Haus der Pfarre Gisingen als Treffpunkt und Veranstaltungsmittelpunkt für die Pfarrgemeinde: Fortan sollen die pfarreigene „Moatlagruppe“, Ministranten, Seniorenrunde Gisingen oder auch der Kirchenchor Gisingen dort zusammenfinden. Das bisherige Pfarrheim ist wie ein neuer Bau, obwohl viel Bausubstanz erhalten geblieben ist. Zu einem „neuen“ Haus gehört bekanntlich auch ein neuer Name. „Nach längerer Überlegung, welchen neuen Namen wir dem Gebäude geben könnten, wurde der Name „Pfarr.Punkt“ von Designerin Franziska Simma vorgeschlagen“, so der Gisinger Pfarrer. Rasch fand dies im Pfarrkirchenrat Anklang.

Unter den Besuchern des neuen Pfarrheims: Lucas, Michael, Daniel und Julia vom Musikverein Gisingen. 
Unter den Besuchern des neuen Pfarrheims: Lucas, Michael, Daniel und Julia vom Musikverein Gisingen. 

Aber auch die Räumlichkeiten im neuen Gebäude erhielten Extra-Namen: Sebastiansaal, der große Pfarrsaal im Obergeschoß mit Sitzplätzen für bis zu 110 Personen, wurde nach dem Pfarrpatron Hl. Sebastian benannt. Der Fidelissaal, der Pfarrsaal im Untergeschoß mit Platz für ca. 40 Personen, wurde nach dem Stadtpatron von Feldkirch, dem Hl. Fidelis, benannt. Diese zwei Säle stehen pfarrlichen Zwecken zur Verfügung, können aber auch angemietet werden. Dann gibt es noch den Raum Josef als Sitzungszimmer im Erdgeschoß, welcher den Namen des Patrons der ganzen Kirche trägt sowie den Raum Miriam, der bisherige „Moatlaraum“ im Erdgeschoß. Miriam ist der aramäische Name für Maria, der Mutter der Kirche. Außerdem den Carl-Lampert-Saal, ein kleiner Raum im Erdgeschoß, der als Seelsorgzimmer für Taufgespräche etc. dienen wird. Carl Lampert ist von der Kirche selig gesprochener Vorarlberger Priester und Märtyrer der NS-Zeit.

Dominik Leimegger (FW-Kommandant) mit Heinz Ebner und seinem Sohn Florian Ebner (FW-Kommandant-Stv.). 
Dominik Leimegger (FW-Kommandant) mit Heinz Ebner und seinem Sohn Florian Ebner (FW-Kommandant-Stv.). 

126 Jahre als selbstständige Pfarre

Gisingen ist eine uralte Siedlung. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte bereits im Jahre 825. Gisingen ist seit 126 Jahren eine selbstständige Pfarre und besitzt die folgenden sechs Gebäude: die Pfarrkirche (eingeweiht 1866), das Schwesternhaus (errichtet 1878), das Pfarrhaus (erbaut 1904), das Kriegerdenkmal (errichtet 1930), das Pfarrheim (fertiggestellt 1968) und die Totenkapelle (erbaut 2021) sowie den Friedhof (seit 1896, später erweitert). TAY

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.