Hinter den Kulissen: Ringen um die richtigen Worte

Politik / 07.10.2022 • 20:00 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
„Wer hilft mir mit einem guten Wort?", fragte Frühstück im Landtag.
„Wer hilft mir mit einem guten Wort?", fragte Frühstück im Landtag.

KFormulierung sorgte für Aufregung. Frühstück rang um Worte.

Bregenz Ein paar Gedanken musste ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück (64, ÖVP) noch zum Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz teilen, welches Volkspartei und Grüne diese Woche im Landtag beschlossen hatten.

Er lobte zum einen den Regierungspartner, also die Grünen unter Daniel Zadra (37) und Eva Hammerer (46), für die Kompromissbereitschaft. Ab Herbst 2023 kommen viele Veränderungen auf die Gemeinden zu. Bekanntlich wird der Versorgungsauftrag mit dem Gesetz stufenweise ausgeweitet, das heißt, mehr Kinderbetreuung geschaffen. Sich selbst und der ÖVP streut Frühstück Asche aufs Haupt: „Wir waren vielleicht über die Jahre hinweg ein bisschen müde. Wir haben gemeint, dass diese Geschichte der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und so weiter ein bisschen anders sein sollte. Ich bin immer noch der Meinung, dass der beste Platz für ein Kind zu Hause bei den Eltern ist.“ Wer eine ganztägige Betreuung brauche, solle sie aber bekommen. „Da kann man ruhig einmal hinuntergehen auf zwei Jahre.“ Bei Einjährigen ist er noch skeptisch: „Da muss ich mich noch dran gewöhnen.“ Frühstück fährt fort: „Ich bin nicht dafür, dass man immer noch mehr abschieben und weggeben muss. Wir müssen auch zu Hause, …“ Es entsteht Aufregung im Saal. „O. k., nehme ich zurück“, sagt Frühstück. Abschieben sei vielleicht ein schlechtes Wort: „Auslagern oder hergeben“, bessert sich der Klubobmann aus. Das Rumoren setzt sich fort. „Noch schlimmer“, meint Frühstück. „Wer hilft mir mit einem guten Wort?” Am Ende meint er: „Ein Fettnäpfchen ist geschafft, gut …“

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