Mitreißend magisches Musical

VN / 21.10.2022 • 18:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Musical „A Friday in A Future“ des Gymnasiums Schillerstraße, das sich vor allem mit Fragen der Zukunft beschäftigt, begeisterte das Publikum im Pförtnerhaus.  <span class="copyright">He(4)</span>
Das Musical „A Friday in A Future“ des Gymnasiums Schillerstraße, das sich vor allem mit Fragen der Zukunft beschäftigt, begeisterte das Publikum im Pförtnerhaus.  He(4)

Musikgymnasium Feldkirch blickt in “A Friday in A Future” im Pförtnerhaus in die Zukunft.

Feldkirch Das Musikgymnasium in der Schillerstraße in Feldkirch riss die Zuschauer auf der Premiere des neuen Musicals „ A Friday in A Future”“ wieder mal vom Hocker. Den Schülern gelang unter der Regie von Martin Lindenthal gemeinsam mit Bigband, Bläsern und Streichern ein künstlerisches Gesamtwerk, welches, ergänzt durch einen selbst gedrehten Film, von der Zukunft der Erde und der Schule handelt.

Im vollen Pförtnerhaus erlebten die Premierengäste einen lustigen Rollentausch: Durch magisches Zutun zweier Kellner tauschen die Seelen von Direktor Otto Steinfeldt und seiner Tochter die Körper. Dies führt zu völlig ungewohnten Abläufen in der Schule, zu delikaten Situationen, bei beiden zu völlig neuen Erfahrungen und Erlebnissen verhelfen und schlussendlich zu einem neuen Bewusstsein und der Versöhnung vorheriger Gegensätze.

Bei dem Musiktheater erlebten die Zuschauer einen lustigen Rollentausch, der zu viel Chaos führte. 
Bei dem Musiktheater erlebten die Zuschauer einen lustigen Rollentausch, der zu viel Chaos führte. 

Mehr Rock´n´Roll

In die Rollen des Schuldirektors und seiner Tochter schlüpfen Michael Ludescher und Sophia Tschanett. Während der Direktor in „klaren Linien“ das pädagogische Konzept der Zukunft postuliert, entgegnet seine Tochter „Lass es etwas mehr Rock´n´Roll sein“ und greift in einer Hardrockband im Chybulski mit ihren Freunden in die Saiten. Die Verwirrung ist natürlich komplett, als schlagartig beide in der Haut des anderen stecken.

Gekonnt inszeniert

Den musikalischen Rahmen der Handlung bilden Werke, die von von Georg Friedrich Telemann und Wolfgang Amadeus Mozart über Jazz- und Soullegenden wie Carol King und Nina Simone bis zu moderner Popmusik von Tears for Fears und Björk reichten. Zum Einstieg erklingt „Think of me“ aus dem Musical „The Phantom of the Opera”. Mit „Better let it be Rock´n´Roll” trug auch Regisseur Lindenthal ein eigenes Stück bei.

Die ganze Geschichte spielt sich in einer Schule ab.
Die ganze Geschichte spielt sich in einer Schule ab.

Fragen der Zukunft des Planeten werden ebenso aufgegriffen wie Visionen zur Zukunft der Pädagogik in der Schule. Einen Gastauftritt in dem Video hat Autor Matthias Strolz, der aufruft, Bildung als Einladung zum Menschsein und persönlichen Entfaltungsakt zu begreifen. „Life in plastic ain’t fantastic“ werden Fridays-for-Future-Ziele artikuliert. Am Ende wird der „gewandelte“ Schuldirektor von einer Welle der Begeisterung getragen. Mit glänzend präsentierten Gesangssoli begeistern Jaimee Embley, Katharina Kaneider, Franziska Bär, Maria Bognar, Laetitia Nemes und Maximilian Eisenhut. Im Hintergrund wirken Brigitte Jagg (Tanz & Bewegung), Joachim Tschann (Streicher), Herbert Walser-Breuss (Bigband & Bläser), Constantin Eberle (Video) und Susanne Dalpra (Organisation) mit. Zu den zahlreichen Gästen der Premierenvorstellung zählten auch der Feldkircher Stadtrat Georg Oberndorfer und Maria Oberndorfer-Luger. HE

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